Freitag, 24 November 2017
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Kofi Annan fordert Aufhebung des Gegensatzes zwischen Ökologie und Wirtschaft --- Gastkommentar in der Financial Times Deutschland vom 29. Mai 2002

Im Vorfeld des Umweltgipfels im südafrikanischen Johannesburg hat Uno-Generalsekretär Kofi Annan dazu aufgerufen, den Gegensatz von Ökologie und Wirtschaft zu beenden. Hier einige Auszüge aus seinem Gastkommentar.

“Wir Menschen können wie in der Vergangenheit auch in der Zukunft gedeihen, wenn wir ein Leben in Harmonie mit unserer natürlichen Umwelt führen. Zur Zeit aber tun wir das nicht“, schreibt Annan in der Financial Times Deutschland.

“Es darf nicht länger ein Gegeneinander von Ökologie und Wirtschaft geben, sondern beide müssen zusammengeführt werden“, fordert der Uno-Generalsekretär. “Wir waren der Ansicht, dass wir uns mit den Ergebnissen des Gipfels von Rio einen Weg aus diesem Dilemma gewiesen hätten. Aber seither sind wir nur langsam vorangekommen.“ Insbesondere die entwickelten Länder hätten ihre Versprechen nicht gehalten, entweder die Umwelt zu schützen oder den armen Ländern Hilfestellung zu geben. In Johannesburg müssten Zusagen auf fünf Gebieten erreicht werden: Wasser, Energie, Gesundheit, Landwirtschaft, und Biologische Vielfalt“, forderte Annan.

Wasserqualität und Hygiene müssten verbessert sowie der Zugang zu sauberem Wasser erleichtert werden. Um Auswege aus Armut zu weisen, müsse zudem für zwei Milliarden Menschen saubere Energie bereit gestellt werden. Die Effizienz der Energienutzung müsse verbessert und verstärkt auf erneuerbare Energien gesetzt werden.

Zerstörung von Agrarland muss gestoppt werden
Die Bemühungen für eine sichere Umwelt müssten verstärkt werden, indem allen Menschen Impfungen und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt würden. Um sicherzustellen, dass die Lebensmittelproduktion nicht hinter der Zahl der “hungrigen Mäuler“ zurück bleibe, müsste Wege gefunden werden, die Zerstörung von Agrarland zu stoppen und den starken Rückgang der landwirtschaftlichen Produktivität umzukehren. Um das schnell fortschreitende Artensterben zu stoppen und die damit verbundenen zerstörerischen Auswirkungen auf das menschliche Leben, müsse zudem gegen illegale und schädliche Fischfang- und Holzschlagpraktiken vorgegangen werden.

“In all diesen Bereichen gibt es Dinge, die wir schon jetzt tun können, mit der heute zur Verfügung stehenden Technik, sofern wir die richtigen Anreize setzen können“, schreibt Annan. “Aber die Wissenschaft wird uns viel mehr Lösungen bieten, wenn wir richtig in die Forschung investieren. Wissen war schon immer der Schlüssel zur Weiterentwicklung des Menschen. Es wird auch der Schlüssel zur Nachhaltigkeit werden.“

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