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UNO-Newsletter: UNO-Generalsekretär Ban in Myanmar - Hilfe für China

UNRIC-Newsletter

Mittwoch, 21. Mai 2008

 

UNO-Generalsekretär Ban auf dem Weg nach Myanmar  

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon ist am Dienstag nach Myanmar geflogen, um die Hilfsanstrengungen der UNO im Land zu unterstützen. Bei einer Pressekonferenz in New York sagte er: „Ich will mir selbst ein Bild von den Bedingungen machen, unter denen die Helfer arbeiten, und ich möchte koordinieren, wie wir am besten möglichst viele Leben retten können." Am Sonntag wird Ban in der Hauptstadt Rangun eine hochrangige Geberkonferenz leiten. „Wir müssen dringend über langfristige Wiederaufbauhilfe in Myanmar nachdenken. Für viele Bauern könnte es bereits zu spät sein, und die nächste Ernte könnte ausfallen", sagte er. Während seines Besuchs in Myanmar wird der UNO-Generalsekretär die Gebiete besuchen, die am stärksten durch den Wirbelsturm Nargis verwüstet worden sind. Auf dem Programm stehen auch Treffen mit führenden Regierungsvertretern. Ban's Ziel ist es, die laufenden Hilfsleistungen zu erhöhen und die Zusammenarbeit mit den Behörden zu verbessern. Er betonte, dass besonders in das vom Wirbelsturm stark betroffene Irrawadi-Delta mehr Hilfsgüter gelangen müssten. Inzwischen hat UNO-Nothilfekoordinator John Holmes drei Gebiete in Myanmar besichtigt, die im Irrawadi-Delta liegt. Holmes traf sich mit dem UNO-Team vor Ort und dem Roten Kreuz von Myanmar. Auch er wird weitere Gespräche mit Regierungsvertretern führen.

UNO-Organisationen helfen in Myanmar

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Welternährungsprogramm (WFP) und andere UNO-Organisationen machen Fortschritte, den Opfern vor Ort zu helfen. Aber noch immer gibt es große Behinderungen. Bis zu 2,4 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen. Nach Angaben der WHO sind 132.000 Menschen ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. 19.000 sind verletzt. Die WHO und ihre Partner haben mehr als 350 Tonnen Hilfsgüter für das Gebiet bereitgestellt, darunter drei Millionen Beutel zur Trinkwasserreinigung, 90.000 Wasserkanister und 50.000 Moskitonetze. Das Welternährungsprogramm berichtet, dass es mehr als 250.000 Menschen in Myanmar mit einer ersten Ration Reis, Bohnen und Energiekeksen versorgen konnte. Diese Ration reicht normalerweise für zwei Wochen aus. WFP-Sprecher Marcus Prior wies jedoch darauf hin, dass diese Hilfsleistungen unzureichend seien und die Hilfe zu langsam geleistet werde. Noch immer würden die Helfer zu Dörfern gelangen, die bisher wenig oder gar keine Hilfe erhalten hätten.

China erhält finanzielle Unterstützung von der UNO

UNO-Generalsekretär Ban hat eine Unterstützung von sieben Millionen US-Dollar angekündigt, die durch den Zentralen Fonds der UNO für die Reaktion auf Notsituationen (CERF) ausgezahlt werden soll. Damit sollen die dringendsten humanitären Hilfsmaßnahmen finanziert werden. Das UNO-Entwicklungsprogramm UNDP stellt weitere 100.000 US-Dollar bereit sowie Zelte, Decken, Kleidung und Nahrungsmittel. Nach Angaben der chinesischen Staatsmedien ist die Zahl der Opfer auf mehr als 28.000 gestiegen. 14.000 Menschen sind weiter verschüttet und 200.000 verletzt. 3.3 Millionen Häuser sind zerstört worden und 15,6 Millionen sind beschädigt.

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