Montag, 20 November 2017
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UNO-Newsletter: Internationale AIDS-Konferenz, Deutscher soll UNO-Richter werden, "Cool UN"

 

AIDS-Konferenz: Ban ruft zum Handeln auf

Ban Ki-moon Mexico CityHIV/Aids behindert die wirtschaftliche Entwicklung und noch immer werden HIV-Infizierte oft diskriminiert. Darauf wies UNO-Generalsekretär Ban bei der Eröffnung der 17. Internationalen AIDS-Konferenz in Mexiko-Stadt hin. Ban forderte weltweit größere Anstrengungen bei der Bekämpfung der Krankheit.

„Die meisten Staaten haben noch einen langen Weg vor sich, um das Ziel zu erreichen, das vor zwei Jahren von der Generalversammlung beschlossen wurden", sagte Ban bei der Eröffnung.  

Bis 2010 sollen Betroffene auf der ganzen Welt Zugang zu HIV-Prävention, Behandlung und Unterstützung haben. Ban betonte, dass mehr Ressourcen benötigt werden, um in den kommenden Jahrzehnten die Krankheit zu bekämpfen, da immer mehr Menschen behandelt werden müssten und länger lebten.

Er begrüßte die Absicht der USA, 48 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen, um in den nächsten fünf Jahren AIDS, Tuberkulose und Malaria wirksamer bekämpfen zu können. Ebenso lobte er auch die Verpflichtung der G-8 Staaten, die bis 2010 weltweiten Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten und HIV-Prävention gewährleisten wollen.

„Ebenso wichtig ist es in vielen Ländern, dass HIV-Infizierte nicht ausgegrenzt werden", sagte der Generalsekretär. In einem Drittel aller Staaten gibt es keine Gesetzte zum Schutz von HIV-Infizierten. An vielen Orten ist die Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen, Prostituierten, Drogenabhängigen und ethnischen Minderheiten noch immer legal. 

„Das muss sich ändern", sagte Ban und forderte, HIV-Infizierte und Mitglieder anderer schutzbedürftiger Gruppen nicht länger dieser Diskriminierung auszusetzen. „In Staaten, in denen es wirksame Gesetze gibt, haben HIV-Infizierte bessere Unterstützung. Außerdem sinkt die Ansteckungsrate und es kommt zu weniger Todesfällen", sagte Ban.  

 

Deutscher als Richter für UNO-Tribunal vorgeschlagen

Der Deutsche Christoph Flügge ist als Richter für den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) vorgeschlagen worden. Der Gerichtshof beschäftigt sich mit schlimmsten Verbrechen in den Balkankonflikten der neunziger Jahre. Zuvor hatte der Sicherheitsrat angedeutet, dass er den Vorschlag von Generalsekretär Ban Ki-moon, den deutschen Juristen auszuwählen, unterstützen werde.

Der gegenwärtige Vorsitzende des Sicherheitsrats, Botschafter Le Luong Minh aus Vietnam, gab bekannt, dass das Gremium die Nominierung von Flügge für den Straftgerichtshof unterstütze.

Flügge (61) wird Nachfolger des ebenfalls deutschen Richters Wolfgang Schomburg, der zum 18. November aus dem Amt scheidet. Der neue Richter kann auf eine lange berufliche Laufbahn zurückblicken, unter anderem als Richter in Berlin von 1983 bis 1989. Zuletzt arbeitete er als Rechtsexperte für den Europarat und für die deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit, die sich auf die Reform der Gefängnissysteme in der Ukraine, Russland, Rumänien, Estland und Litauen spezialisiert hat.

Ban Ki-moon

„Cool UN“: Initiative zum Klimaschutz  

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat in legerer Kleidung die Initiative „Cool UN“ gestartet, mit der die Treibhausgasemissionen der Weltorganisation eingeschränkt werden sollen.  

Die Initiative zielt darauf ab, Klimaanlagen weniger zu nutzen, Emissionen zu verringern und den Vereinten Nationen Geld zu sparen.

“Es wird dadurch nicht nur weniger Anzüge und Krawatten geben”, teilte Ban Journalisten mit. Durch das einmonatige “Cool UN” Programm im Sekretariat in New York würden zehn Prozent des Energieverbrauchs eingespart. Der Dampfverbrauch werde um mehr als 4 Milliarden Pfund eingeschränkt, das entspreche in etwas 300 Tonnen Kohlenstoffdioxid in Bezug auf Treibhausgasemissionen.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird diese Maßnahme zu Einsparungen von über 100,000 Dollar führen.

 

Bild der Woche  

Helfende Hände

Ein Soldat des brasilianischen Kontingents der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen auf Haiti (MINUSTAH) hilft einer älteren Frau beim Tragen ihres Reissacks. Die UNO betreibt in dem Ort Jean Rabel ein Verteilungszentrum für Lebensmittel. UN Photo von Logan Abassi  
 

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