Donnerstag, 23 November 2017
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UNO-Newsletter: Zivile Opfer in Afghanistan, Klimakonferenz, Kolumbien

Afghanistan: 90 zivile Opfer bei Luftangriff 

Eine Untersuchung der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) hat bestätigt, dass um die 90 Zivilisten, darunter 60 Kinder, während eines Militäreinsatzes in der westlichen Provinz Herat in der letzten Woche ums Leben gekommen sind.

Menschenrechtsexperten von UNAMA besuchten den Bezirk Schindand in Herat, um Berichten nachzugehen, laut denen viele Zivilisten während eines Einsatzes von ausländischem und afghanischem Militär um Mitternacht des 21. Augusts getötet wurden. Die UNAMA-Mitarbeiter fanden „überzeugende Beweise, aufgrund von Berichten von Augenzeugen und  anderen“, laut denen es 90 zivile Opfer gab, darunter 60 Kinder, 15 Frauen und 15 Männer. Weitere 15 Menschen wurden verletzt.

„Die Vereinten Nationen sind ernsthaft besorgt. Ich habe mehrfach klar gemacht, dass die Sicherheit der Zivilisten bei Militäroperationen an erster Stelle stehen müsse,“ gab Kai Eide, Sonderbeauftragter des Generalsekretärs für Afghanistan, in einer Erklärung in Kabul bekannt.  

Aktueller UNO-Bericht: Afghanische Opium Produktion um fast 20 Prozent gesunken (Englisch)

 

Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Ghana

Die aktuelle Verhandlungsrunde der Vereinten Nationen zum weltweiten Klimawandel findet zur Zeit in Accra, Ghana statt. Dort treffen sich mehr als 1.600 Teilnehmer, um in Hinblick auf das Gipfeltreffen 2009 über zukünftige Ziele zum Ausstoß von Treibhausgasen zu beraten.

Regierungsvertreter aus 160 Ländern sowie Vertreter aus Wirtschaft und Industrie, von Umweltorganisationen und Forschungseinrichtungen nehmen an dem einwöchigen Treffen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) teil.

Das Treffen in Accra ist Teil einer Reihe von Konferenzen, die im Vorfeld der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in Kopenhagen im Dezember 2009 von der UNO abgehalten werden.

Das Ziel der Verhandlungen ist es, ein Bündnis zu schaffen, das als Nachfolgemodell des Kyoto-Protokolls zunächst bis 2012 zur Reduzierung des Treibhausgas-Ausstoßes verpflichtet.

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Aktuell: Humanitäre Lage in Kolumbien verschlechtert sich 

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat sich tief besorgt über die humanitäre Lage tausendener Flüchtlinge gezeigt, die vor dem Konflikt in der Region an der Pazifikküste fliehen.

Kämpfe zwischen zwei rivalisierenden Guerilla-Armeen und Regierungssoldaten haben etwa 800 Menschen dazu gezwungen, in die kleine Stadt Lopez de Micay zu fliehen. Hier sind sie in Schulgebäuden untergebracht und haben in der vergangenen Woche nur eine Mahlzeit pro Tag erhalten, berichtete das UNHCR.

Weitere 1.000 Menschen flüchteten wegen Kämpfen zwischen dem kolumbischen Militär und bewaffneten Gruppen aus ihrem Zuhause in der bergigen Andenregion Nariño südlich der Pazifikküste.

 

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