Freitag, 24 November 2017
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UNO-Newsletter: Weltfinanzgipfel, Religionsgipfel, Internationaler Tag der Toleranz

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon vor dem

G-20 Gipfel in Washington D.C.:

„Die Finanzkrise darf nicht zu einer

humanitären Tragödie werden“

In einem Brief an die Vertreter der G-20 Staaten, die heute in Washington zum Weltfinanzgipfel zusammentreffen, hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon gefordert, „alle Kräfte zu bündeln und sofort zu handeln, damit die Finanzkrise nicht zu einer humanitären Tragödie wird."

„Die jetzige Krise bedroht den menschlichen Fortschritt und die Grundlagen einer offenen und dynamischen Weltwirtschaft, einschließlich der Globalisierung", schreibt Ban, der am Weltfinanzgipfel teilnehmen wird. Gastgeber ist der scheidende US-Präsident George W. Bush.

Der Verlust von Arbeitsplätzen und der Existenzgrundlage fördere Konflikte und erhöhe die Armut, so Ban. „Wenn Hunderte von Millionen Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren und ihre Hoffnung auf ein gutes Leben durch die Krise, für die sie nicht das geringste können, zerstört wird, dann wird sich diese menschliche Krise nicht nur auf den wirtschaftlichen Bereich beschränken", warnte er. „Sie wird neue und schwierige Dimensionen im Bereich von Sicherheit und Politik annehmen und die Krisen übertreffen, die wir bisher kennen".

Ban lobte die G-20 Staaten dafür, „dass sie unmissverständliche und gemeinsame Entschlossenheit demonstrieren, um die Krise zu lösen, schnell zu handeln und Solidarität mit den Bedürftigsten zu zeigen". Er fügte hinzu, dass er auch die Stimmen aus Industrie- und Entwicklungsländern zu Gehör bringen wolle, die nicht am Verhandlungstisch sitzen könnten. „Die Reformen können sich nicht darauf beschränken, den Finanzsektor zu regulieren", so Ban. „Es müssen auch die größeren Herausforderungen der menschlichen Sicherheit angegangen werden. Dazu zählen der Klimawandel, die Verhütung von Konflikten und die Armutsbekämpfung."

Lesen Sie hier den vollständigen Brief von Ban Ki-moon (in Englisch)


UNO-Religionsgipfel fordert mehr Toleranz

Zum Abschluss des UNO-Religionsgipfels haben sich die Teilnehmer für mehr Toleranz und einen stärkeren interkulturellen Dialog ausgesprochen. „Die Konferenzteilnehmer verurteilten den Missbrauch von Religion zur Rechtfertigung von Morden, Terrorismus und Gewalt“, erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. An dem zweitägigen Gipfeltreffen hatten Vertreter aus 80 Ländern vor der Generalversammlung in New York gesprochen, darunter 20 Staats- und Regierungschefs. Die Abschlusserklärung wurde von der Generalversammlung verabschiedet. Einige westliche Staaten kritisieren jedoch die Verbindung von Politik und Religion und wollen den Text nicht annehmen. Ban Ki-moon bezeichnete das Dokument dennoch als „starke Botschaft“ an die Welt. 


UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Bildung

hilft gegen Intoleranz“

Erklärung zum Internationalen Tag der Toleranz, 16. November 2008

„Toleranz ist die Basis für gegenseitiges Verständnis und Respekt. Sie ist eine Lebenseinstellung, die die Vielfalt der Kulturen fördert. Zudem ist Toleranz die Grundlage für unsere Bestrebungen, weltweit Frieden zu schaffen. Wie in der Erklärung von Prinzipien der Toleranz der UNESCO von 1995 dargelegt, ist Toleranz „eine Tugend, die den Frieden ermöglicht, und dazu beiträgt, die Kultur des Krieges durch eine Kultur des Friedens zu überwinden.“

Das Einstehen für Toleranz ist gerade heute besonders wichtig – in einer Zeit der zunehmenden Globalisierung, Mobilität und gegenseitiger Abhängigkeit. Obwohl Vielfalt von unschätzbarem Wert ist, kann sie auch eine Ursache von Spannungen sein. Toleranz kann mögliche Konflikte beseitigen. Sie kann dazu beitragen, dass Theorien von rassischer oder kultureller Überlegenheit erst gar nicht aufkommen. Toleranz kann Menschen helfen, lang gepflegte, negative Vorurteile Schritt für Schritt abzubauen.

Tolerant zu sein, bedeutet nicht, nachzugeben oder herablassend zu sein. Bei wahrer Toleranz geht es um Offenheit, Neugier und Kommunikation. Sie geht Hand in Hand mit Wissen und Verständnis. Bildung ist einer der besten Wege, um Intoleranz zu verhindern. Sie verdeutlicht Gemeinsamkeiten zwischen Völkern und fördert den Respekt vor Unterschieden.

Auch sollte Toleranz nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Tolerant sein bedeutet nicht, gegenüber Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung untätig zu bleiben oder still mitanzusehen, wenn Minderheiten, Flüchtlinge, Wanderarbeiter und andere schwächere Gruppen Übergriffen ausgesetzt sind. Toleranz ist eine Verpflichtung für uns alle, aufzustehen und für diejenigen zu sprechen, denen die grundlegenden Rechte und Freiheiten genommen wurden.

An diesem Internationalen Tag der Toleranz, und in diesem Jahr, in dem wir den 60. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte feiern, rufe ich alle Menschen auf, sich für Toleranz einzusetzen. Lassen Sie uns mehr dafür tun, durch Toleranz unser seit langem angestrebtes Ziel einer globalen Kultur der Harmonie und des Friedens zu erreichen.“

 

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