Samstag, 18 November 2017
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UNO-Newsletter: Humanitäre Situation in Gaza, Polizei in Darfur, Flüchtlinge im Kongo

Ban verurteilt Israels Angriffe auf Schulen

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die israelischen Angriffe auf Schulen der Vereinten Nationen im Gazastreifen scharf kritisiert. Attacken israelischer Soldaten auf UNO-Einrichtungen, die als Schutz für Flüchtlinge dienten, seien „völlig inakzeptabel" und dürften nicht wieder vorkommen, erklärte der Generalsekretär in New York. Israel kenne die Standorte der UNO-Einrichtungen und sei nach früheren Zwischenfällen bereits gewarnt worden, dass die Militäraktionen gefährlich seien. „Ich bin tief bestürzt, dass sich trotz unserer Warnungen diese Tragödien ereignet haben", betonte Ban. Seinen Angaben zufolge sind in den vergangenen Tagen drei vom UNO-Hilfswerk UNRWA betriebene Schulen im Gazastreifen durch israelische Militärschläge getroffen worden. Diese und zwanzig andere Einrichtungen dienten als vorübergehender Zufluchtsort für mehr als 15.000 Palästinenser, deren Häuser zerstört wurden oder die vor der Gewalt fliehen mussten, sagte er. „Sie suchen Schutz in den UNWRA-Schulen, weil sie nirgendwo sonst hingehen und auch nicht aus dem Gazastreifen fliehen können." Die Anschläge belegen Ban zufolge, wie gefährlich eine weitere Eskalation des Konflikts ist. Erneut forderte er eine sofortige Waffenruhe.


 

Humanitäre Situation im Gazastreifen alarmierend

Nach Angaben des Nothilfekoordinators der UNO, John Holmes, hat sich die humanitäre Krise im Gazastreifen weiter verschärft. „Die Lage ist alarmierend. Den Menschen in Gaza fehlt es an der Grundversorgung. Sie leiden unter Kälte, Hunger und an Wassermangel", sagte Holmes. UNO-Flüchtlingshochkommissar Antonia Guterres sagte: „Die Zivilbevölkerung muss den Gaza-Streifen verlassen können, wenn sie das will.“ Er erinnerte die Nachbarstaaten an ihre Verantwortung, den Flüchtlingen Schutz zu gewähren. Nach Schätzungen der UNO sind bisher 600 Palästinenser ums Leben gekommen und 2.500 weitere verletzt worden.


Darfur: Friedenstruppen erhalten weitere

Polizeieinheiten

Die gemeinsame Friedensmission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU) in Darfur, UNAMID, hat zwei neue Einheiten mit nigerianischen Polizeibeamten erhalten. Die Polizisten, die für risikoreiche Einsätze ausgebildet wurden, werden die Friedensmission in der vom Krieg zerrütteten sudanesischen Region Darfur unterstützen.

Durch die neuen Kontingente mit je 140 Polizisten steigt die Gesamtzahl der so genannten „Aufgestellten Polizeieinheiten“ (FPU) in der Mission auf fünf, zusammen mit früher stationierten Einheiten aus Bangladesch, Indonesien und Nepal.    

FPUs sind spezialisierte, unabhängige und mobile schnelle Reaktionseinheiten, in der nur Polizisten Dienst leisten, die aus einem einzigen Kontingent stammen. Sie haben Erfahrung im Umgang mit Menschenmassen und anderen polizeitaktischen Einsätzen.

Die nigerianische Polizei wird nach West Darfur entsendet. UNAMID rechnet damit, bei voller Einsätzstärke zukünftig 19 FPUs zur Verfügung zu haben.   


 

UNO hilft Flüchtlingen im Ostkongo

FARDC Combatants Board Helicopter to Rehabilitation Camp in DR CongoDie Vereinten Nationen setzen ihre Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge aus dem vom Krieg zerrütteten Osten der Demokratischen Republik Kongos (DRC) fort. Dazu gehören die Menschen, die unter der Gewalt der berüchtigten ugandischen Rebellengruppe “Wiederstandsarmee des Herrn” (LRA) leiden mussten.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat bereits über 20 Tonnen Nahrungsmittel an insgesamt 7.300 Binnenflüchtlinge und deren Gastfamilien verteilt.

Das UNO-Flüchtlingswerk (UNHCR) und die Nationale Flüchtlingskommission gaben bekannt, dass seit dem 28. Dezember über 300 Menschen bei Angriffen der LRA im Nord-Osten der Republik getötet wurden.
 
Aus den neun Dörfern, die seit zwei Tagen von der LRA besetzt gehalten werden, gibt es noch keine Informationen.

 

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