Samstag, 25 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

UNO-Newsletter: Ban im Nahen Osten, Waffenstillstand im Gaza, Somalia und Darfur

Ban vermittelt im Nahen Osten

Ban Ki-moonZum Auftakt seiner Vermittlungsmission im Nahen Osten ist UNO-Generalsekretär Ban in Ägypten eingetroffen. Er wird weitere sechs Staaten der Region bereisen, darunter Israel und das besetzte palästinensische Gebiet, um zu einem sofortigen und anhaltenden Waffenstillstand in Gaza aufzurufen. Dort dauert der Konflikt bereits seit 18 Tagen an.

"Ich möchte den unschuldigen Israelis und Palästinensern persönlich mein Mitgefühl und meine Anteilnahme übermitteln", sagte Ban vor seiner Reise nach Ägypten, Jordanien, Israel, Türkei, Libanon, Syrien und Kuwait, wo er am Gipfeltreffen der Arabischen Liga teilnehmen wird.

"Sie haben keine Chance, sich zu verstecken oder zu flüchten. An jedem Halt meiner Reise werde ich meinen Aufruf zu einem sofortigen Waffenstillstand wiederholen", sagte Ban.

Er betonte, dass er zuerst mit Israels Nachbarn in Kairo und Amman sprechen wird, bevor er israelische Regierungsmitglieder am Donnerstag in Jerusalem trifft. Von dort aus reist er weiter in das Westjordanland, wo er am Freitag mit Präsident Abbas Gespräche führen wird.

"Ich möchte mit allen beteiligten Parteien reden, um diese Krise zu bewältigen", so Ban. 


Gaza: Sicherheitsrat verabschiedet Resolution

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich auf eine Gaza-Resolution geeinigt. Das höchste UNO-Gremium forderte Israel und die Hamas zur sofortigen und voll respektierten Waffenruhe im Gazastreifen auf, die zu einem vollen Abzug der israelischen Truppen führen soll. Außerdem müsse die Versorgung des Gazastreifens mit Lebensmitteln, Treibstoff und Medikamenten garantiert werden. Für die Resolution stimmten 14 der 15 Mitglieder des Sicherheitsrates, die USA enthielten sich der Stimme. In der Resolution bringt die Staatengemeinschaft ihre Sorge über die Eskalation der Gewalt und das Leid der betroffenen Menschen zum Ausdruck.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßte die Resolution des Sicherheitsrates und forderte ein schnelles Ende der „tragischen Situation" in Gaza. 

 

5 Millionen Dollar Nothilfe für somalische Flüchtlinge

A refugee child looks out from an overcrowded camp in Dadaab.Der UNO-Nothilfefonds (CERF) stellt fünf Millionen US-Dollar zur Verfügung, um somalischen Flüchtlingen in Kenia zu helfen. Die Menschen sind vor Gewalt und zunehmendeder Dürre geflohen. Inzwischen halten sich 230.000 Somalis in überfüllten Lagern im Nordosten Kenias auf. Einige Lager, die sich an der Grenze zu Somalia befinden, haben drei Mal mehr Menschen aufnehmen müssen, als eigentlich vorgesehen, berichtet das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). 

2008 sind mehr als 65.000 Somalis nach Kenia geflohen. Die UNO rechnet damit, dass diese Zahl dieses Jahr wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage rapide steigen wird.

Für längerfristige Hilfe haben die UNO und ihre Partner im vergangenen Monat einen Hilfsaufruf in Höhe von 913 Millionen US-Dollar gestartet. Dadurch soll 3,2 Millionen bedürftigen Menschen in Somalia geholfen werden


USA fliegen Versorgungsgüter nach Darfur

File Photo: January 2007UNO-Generalsekretär Ban hat sich beim scheidenden US-Präsidenten Bush dafür bedankt, dass die USA Versorgungsgüter in die sudanesische Region Darfur geflogen haben. Dabei handelte es sich um dringend benötigtes Material für die gemeinsame Blauhelmtruppe der UNO und der Afrikanischen Union (UNAMID). 

Die US-Inititative setze ein Beispiel dafür, wie UNAMID durch breite internationale Unterstützung schnell einsatzbereit gemacht werden kann, so Ban. Der UNO-Generalsekretär forderte auch andere Mitgliedsstaaten auf, sich an der Inititative zu beteiligen, um die Truppe schneller vollständig einsatzbereit zu machen.

Die Mission ist vom Sicherheitsrat eingesetzt worden, um die Zivilbevölkerung in Darfur zu schützen. Seit dem Beginn der Kämpfe 2003 sind 300.000 Menschen getötet und 2,7 Millionen vertrieben worden.

Bei voller Einsatzstärke wird UNAMID mit 26.000 Soldaten und zivilen Mitarbeitern die größte Blauhelmmission aller Zeiten sein. Bisher sind 63 Prozent der Mitarbeiter stationiert worden, bis März 2009 sollen es 80 Prozent sein.  

Lesen Sie hier mehr (Englisch)

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab Mai 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front