Montag, 20 November 2017
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UNO-Newsletter: Welternährungskonferenz, Holocaust-Gedenktag, Gaza, DR Kongo

UNO fordert verstärkten Kampf gegen Hunger

Auf der Welternährungskonferenz in Madrid hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon dazu aufgerufen, mehr für hungernde Menschen zu tun. Er sei sehr beunruhigt darüber, dass sich die Ernährungssituation durch die globale finanzielle Krise noch verschlimmert habe. In den vergangenen zwei Jahren Food Security for All High-Level Meetingist die Zahl der von Hunger bedrohten Menschen um mehr als 100 Millionen auf knapp eine Milliarde gestiegen. Vor allem müsse den rund 400 Millionen Kleinbauern in den Entwicklungsländern geholfen werden, forderte Ban. Die 126 teilnehmenden Staaten verpflichteten sich in der Abschlusserklärung der Konferenz, „durch gemeinsame Anstrengungen den Hunger in allen Ländern auszurotten." An dem bereits vor mehr als zehn Jahren festgelegtem Ziel der Weltgemeinschaft, die Zahl der Hungernden bis 2015 wenigstens zu halbieren, müsse festgehalten werden. Eine „globale Allianz" gegen den Hunger sei wichtiger als jemals zuvor.

 

UNO gedenkt Holocaust-Opfern

In seiner Ansprache zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon darauf hingewiesen, dass der Holocaust wichtige Lehren für die Gegenwart liefere. Er habe während seiner jüngsten Moment of Silence in Memory of Holocaust Victims, January 2008Nahostreise das Leid der Israelis und Palästinenser direkt miterlebt. „Nach dem ich die Region besucht habe, werde ich noch entschlossener an einer Lösung arbeiten, damit die zwei Staaten Israel und Palästina Seite an Seite in Frieden und Sicherheit existieren können", sagte Ban. Im Jahr 2005 hatte die Generalversammlung den 27. Januar zum Internationalen Gedenktag bestimmt. An diesem Tag war 1945 das Konzentrationslager in Auschwitz befreit worden.

 

 

Gaza: Tausende Obdachlose hoffen auf UNO-Hilfe

Über eine Woche nach Ende der verheerenden dreiwöchigen Offensive Israels gegen die Hamas sind weiterhin tausende Menschen im Gazastreifen obdachlos. Krankenhäuser kümmern sich immer noch um eine große Anzahl von Patienten auf Intensivstationen. In einem aktuellen Bericht der Vereinten Nationen wird daher der sofortige, ungehinderte Zugang für humanitäre Transporte zu den 1,5 Millionen Einwohnern des Gazastreifens gefordert.

Zwar befinden sich weniger als 500 Flüchtlinge in den Notunterkünften des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen OstenCopyright: UNICEF/Iyad al Baba (UNRWA), doch sind die meisten geflüchteten Bewohner Gazas bei Gastfamilien unterkommen, die bereits überfordert sind. Ihnen droht ein Mangel an Lebensmitteln, Matratzen, Decken, Wasser und Strom.

Die zehn Verteilungszentren von UNRWA sind geöffnet und versorgen täglich 25.000 Menschen. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat bereit 95 Tonnen Nahrungsmittel an fast 6.000 Menschen in Gazastadt und im nördlichen Gazastreifen verteilt. Am Samstag wurden alle Schulen geöffnet. In den Regierungsschulen waren 80 Prozent und in den UNRWA-Schulen 89 Prozent der Schüler anwesen. Ein Schwerpunkt der Hilfe liegt bei der psychosozialen und mentalen Gesundheitsversorgung für Schüler. Dafür setzt UNRWA 185 Experten ein.

Das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) wies auf die Notwendigkeit hin, dass ein vollständiger und ungehinderter Zugang zum Gazastreifen für humanitäre Lieferungen von allen Konfliktparteien sofort gewährt werden müsse. Nach Angaben von OCHA wurde internationalen Hilfsorganisationen der Zugang zum Gazastreifen seit dem 5. November verwehrt, was in diesem Ausmaß niemals zuvor der Fall gewesen sei.

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UNO entsetzt über grausame Übergriffe ugandischer

Rebellen

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, hat sich entsetzt gezeigt über die gewalttätigen Übergriffe durch ugandische Rebellen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Sie wies außerdem auf die negativen Auswirkungen der gemeinsamen Militäroperationen der DRK mit dem Nachbarland Ruanda auf Zivilisten hin. Pillay bezeichnete die Misshandlungen der “Widerstandsarmee des Herrn” (LRA) als “grausam“. Die Rebellen rächten sich mit Angriffen auf Zivilisten in der Provinz Orientale für gemeinsame Militäreinsätze, die im letzten Monat von den Regierungen der Demokratischen Republik Kongos, Ugandas und dem südlichen Sudan ins Leben gerufen wurden. Die Einsätze zielten auf Lager der LRA im nordöstlichen Kongo ab. Die Militäraktion folgte auf die Weigerung des Führers der LRA, Joseph Kony, ein Abkommen zu unterzeichen, durch das sein Aufstand gegen die ugandische Regierung beendet worden wäre.

Nach ersten Untersuchungen der Vereinten Nationen übte die LRA Vergeltung, in dem sie hunderte Zivilisten tötete, die sie für Unterstützer der Regierungstruppen hielt. Der LRA wird außerdem zur Last gelegt, zahlreiche Entführungen und Vergewaltigungen begangen sowie Minderjährige zwangsweise rekrutiert zu haben. Dies alles habe nach UNO-Angaben zu einer schwerwiegenden humanitären Katastrophe in der Region geführt.

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