Dienstag, 21 November 2017
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UNO-Newsletter: Konjunkturpakete, Zivile Opfer in Afghanistan, UNO-Reform, UNO-Drogenbericht

Konjunkturpakete können entscheidend zu einer grünen

Wirtschaft beitragen

UNEPWeltweit werden rund 2,5 Billionen US-Dollar in Konjunkturprogramme investiert. Würde ein Drittel dieser Summe für ökologische Projekte ausgegeben, könnte dies der Weltwirtschaft schnell helfen, die Rezession zu überwinden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des UNO-Umweltprogramms (UNEP).

Durch die so investierten 750 Millionen US-Dollar könnten deutliche Gewinne erzielt, Innovationen gefördert und Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem könnte so der  CO2-Ausstoß sinken und die Armut besser bekämpft werden.

Der 154-seitige Bericht „Global Green New Deal" wurde von Experten aus zwölf verschiedenen UNO-Organisationen und externen Institutionen zusammengestellt, unter ihnen der Internationale Währungsfonds und die Weltbank.    

Lesen Sie dazu auch den Gastbeitrag in der Financial Times Deutschland von Ban Ki-moon und Al Gore: „Grün aus der Krise"

 

Zahl getöteter Zivilisten in Afghanistan auf Rekordhoch

File Photo: Afghan ChildrenIm vergangenen Jahr sind 2118 Zivilisten in Afghanistan getötet worden. Das ist die höchste Opferzahl seit der Vertreibung der Taliban im Jahr 2001.

Einem Bericht der UNO-Unterstützungsmission in Afghanistan (UNAMA) zufolge, entspricht dies einem Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zu 2007. Damals waren 1523 Menschen getötet worden.

Die meisten Opfer (41 Prozent) gab es in den heftig umkämpften südlichen Provinzen des Landes.

 

UNO-Generalversammlung diskutiert Reform des

Sicherheitsrats

In der Generalversammlung wird es bald ernsthafte Verhandlungen darüber geben, wie die Größe und die Mitgliedschaft des Sicherheitsrats verändert und demokratischer gestaltet werden kann. Darauf hat der afghanische UNO-Botschafter Zahir Tanin hingewiesen.

Der Vorsitzende der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe, die sich mit der Umstrukturierung des Rats befasst, gab an, dass der Wettstreit über die verschiedenen Reformvorschläge beendet sei und zwischenstaatliche Verhandlungen zu einem Kompromiss auf der Tagesordnung der Generalversammlung stünden.

Die zentralen Themen der Reform des 15-köpfigen Rats, der aus den fünf ständigen Mitglieder mit Vetorecht und zehn jährlich rotierenden Mitgliedern besteht, seien die Kategorie der Mitgliedschaft, die Veto-Frage, regionale Vertretung, Größe des erweiterten Sicherheitsrats und Arbeitsmethoden sowie die Beziehung zwischen Sicherheitsrat und Generalversammlung.
 
Die Arbeitsgruppe wird ihren Vorschlag, wie und wann über die Reformen des Sicherheitsrats verhandelt werden soll, der Generalversammlung am 19. Februar vorlegen.  



 

UNO-Drogenbericht: Deutschland muss mehr für

Prävention tun

Der heute in Wien vorgestellte Jahresbericht des Internationalen Suchtstoffkontrollrats der Vereinten Nationen (INCB) fordert von Deutschland verstärkte Maßnahmen bei der Prävention von Drogenmissbrauch. Im Bericht wird Deutschland außerdem häufig erwähnt im Zusammenhang mit Erfolgen bei der Beschlagnahmung von Ketamin, Khat, Kokain, Heroin und Cannabis. Erwähnt wird aber auch der Missbrauch von Tilidin, das von Straßenbanden – ohne davon abhängig zu sein – benutzt wird, um bei ihren Bandenkämpfen schmerzunempfindlicher zu sein. „Der INCB fordert nicht nur in  diesem Zusammenhang immer wieder, dass Maßnahmen ergriffen werden, die den illegalen Zugriff auf Arzneimittel mit Missbrauchspotential erschweren", so Dr. Carola Lander, Mitglied des 13-köpfigen internationalen Gremiums.

Mit Skepsis sieht der INCB den hohen und weiterhin gestiegenen Verbrauch von Methylphenidat, das vor allem zur Behandlung hyperaktiver Kinder, also Kindern mit einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS), verschrieben wird. „Diese Skepsis richtet sich zwar vor allem auf die USA wegen ihres extrem hohen Verbrauchs, aber Deutschland ist auch unter den sechs weiteren Ländern, die durch hohen Verbrauch auffallen", betont Lander.

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