Donnerstag, 23 November 2017
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UNO-Newsletter: Schweinegrippe, Darfur, Entwicklungsprogramm

Schweinegrippe erreicht Stufe 4 auf der Warnskala

FAO PhotoNach weiteren Ansteckungen mit Schweinegrippe in Mexiko und den USA hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Wert auf ihrer aktuellen Pandemie-Warnstufe auf vier erhöht. Es ist das erste Mal, dass diese Stufe erreicht worden ist, seit das Warnsystem 2005 eingeführt wurde. Insgesamt gibt es sechs Stufen.

Phase vier bedeutet, dass in mindestens einem Land die Krankheit von Mensch zu Mensch übertragen wurde und die Gefahr einer globalen Ausbreitung gestiegen ist. Das bedeutet aber nicht, dass eine weltweite Verbreitung unvermeidlich ist.

„Das UNO-System reagiert schnell und effektiv. WHO-Generaldirektorin Margaret Chan leitet alle entsprechenden Maßnahmen“, sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York.

Die Welternährungsorganisation (FAO) hilft dabei herauszufinden, wie sich der neue Virusstamm bilden konnte. Die FAO entsendet dafür ein Expertenteam nach Mexiko, um die Behörden vor Ort zu unterstützen. 

Inzwischen gibt es auch in Deutschland den ersten Fall von Schweinegrippe. Das Robert-Koch-Institut bestätigte einen der Verdachtsfälle in Bayern. Der Patient aus dem Raum Regensburg hatte zuvor Urlaub in Mexiko gemacht.

 

 

Darfur: UNO-Soldaten verstärken Schutz für Zivilisten

UN blue helmetsDurch den gemeinsamen Einsatz der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen in Darfur (UNAMID) konnten in dem schwelenden Konflikt zunehmend zivile Opfer verhindert werden. Dies gab der Leiter des Einsatzes, Rodolphe Adada, bei einer Anhörung vor dem Sicherheitsrat bekannt.

„Unsere UNAMID-Teams arbeiten rund um die Uhr daran, tödliche Übergriffe, Gewalt und ein erneutes Aufflammen des Konflikts zu verhindern“, so der Gemeinsame Sonderbeauftragte der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen für Darfur.

UNAMID ist mittlerweile in ganz Darfur aktiv. Adada wies darauf hin, dass der Erfolg der Mission bis jetzt eher bescheiden sei, da es noch keinen Fortschritt auf politischer Ebene gebe. Nur so könne aber das Blutvergießen in der Region verhindert werden. Etwa 300.000 Menschen wurden bereits seit Ausbruch der Kämpfe zwischen Rebellen, Regierungstruppen und verbündeten Dschandschawid-Milizen 2003 getötet, weitere 2,7 Millionen mussten fliehen.

 

Neue Leiterin des UNO-Entwicklungsprogramms fordert

globalen Kampf gegen Armut

Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise muss der globale Kampf gegen Armut verstärkt werden, fordert die neue Leiterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), Helen Clark.

„Ein neues Abkommen für die Weltwirtschaft und die Umwelt sollte auch Strategien für den Kampf gegen die Armut beinhalten. Außerdem muss es Lösungsansätze für die Energiekrise und Wege zur CO2-Reduzierung beinhalten“, forderte Clark bei ihrer offiziellen Begrüßung am UNO-Hauptsitz in New York.

Die ehemalige neuseeländische Ministerpräsidentin zeigte sich bei ihrer Vereidigung zur neuen UNDP-Leiterin durch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon dennoch optimistisch und betonte, dass aus jeder Krise Chancen für neues Handeln und für Innovationen entstehen können.

 

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