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UNO-Generalsekretär Kofi Annan: „Lebensbedigungen von 100 Millionen Slumbewohnern weltweit müssen rasch verbessert werden"

RUNIC/86

Erklärung zum Welt-Habitat-Tag, 3. Oktober 2005

VEREINTE NATIONEN/NEW YORK, 30. September 2005 –  Das Motto des diesjährigen Welt-Habitat-Tags lautet „Die Millennium-Entwicklungsziele und die Stadt“. Es betont die Wichtigkeit, die schnelle Verstädterung zu bewältigen und Armut in den Städten zu reduzieren.

Neue Forschungsergebnisse belegen, dass im Jahr 2050 sechs Milliarden Menschen - oder zwei Drittel der Menschheit - in Städten leben werden. Wenn die Entwicklung so weiter verläuft, wird mehr als die Hälfte dieser Menschen in Slums leben.

Die Entstehung von Slums ist in weiten Teilen der Welt zu beobachten, sie werden als illegal angesehen und häufig werden hier öffentliche Leistungen und grundlegende Dienste verweigert - einschließlich Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Gesundheits- und Erziehungswesen. Außerdem werden oft Anstrengungen einer Gemeinschaft, die solche Probleme selbst lösen will, durch bürokratische und politische Hindernisse erschwert. Aber Vertreibung und Abriss sind keine Lösung für das Problem der raschen Verstädterung. Wir müssen eine städtische Entwicklung fördern, die sich um die Armen kümmert, in der Frauen und Männer ihre Gemeinschaft selbst lenken können und in der Entwicklung mit Respekt vor den Menschenrechten und dem Völkerrecht erreicht wird.

Die Hauptfeierlichkeiten zum diesjährigen Welt-Habitat-Tag finden im indonesischen Jakarta statt. Damit soll die internationale Zusammenarbeit nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr unterstrichen werden. In Jakarta, Banda Aceh und in allen anderen Orten, die am Indischen Ozean liegen, gehen die Maßnahmen inzwischen über die unmittelbare Katastrophenhilfe hinaus. Jetzt geht es hier auch um Pläne zur Bodennutzung und den Einsatz neuer Bautechnologien, damit die Menschen vor ähnlichen Katastrophen künftig besser geschützt sind.

Wir müssen den Millionen von Slumbewohnern, die unter der raschen Verstädterung leiden, die gleiche Chance geben. An diesem Welt-Habitat-Tag fordere ich die internationale Gemeinschaft und alle Städte auf, ihre Anstrengungen zu erhöhen, damit die Millennium-Entwicklungsziele erreicht werden können. Vor allem müssen wir erreichen, dass die Lebensbedingungen der mindestens 100 Millionen Slumbewohner entscheidend verbessert werden.

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