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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: ,,Wir müssen Frieden dorthin bringen, wo Krieg herrscht’’

UNRIC/191

Erklärung zum Afrika-Tag, 25. Mai 2007
 
New  York/Vereinte  Nationen  –  Jedes  Jahr  bietet der Afrika-Tag eine Gelegenheit,  über die Zukunft Afrikas zu reflektieren, eine Bilanz aus den Problemen zu ziehen und Erfolge anzuerkennen.
 
Durch  Initiativen  wie  die  Neue  Partnerschaft mit Afrika (NEPAD) und deren  Mechanismus  der  gegenseitigen  Evaluierung  haben  die Menschen in Afrika  mitgeholfen,  unsere  gemeinsamen Bemühungen für die Erneuerung des Kontinents  auf  die  Kernprioritäten zu konzentrieren. Durch  nstitutionen wie  das  Panafrikanische Parlament, die Afrikanische Friedensunion und den Afrikanischen  Sicherheitsrat zeigen die Regierungen und Menschen in Afrika gesteigerte   Bemühungen,   angesichts   der  gewaltigen  Herausforderungen effektiv  und konkret zu handeln. Das momentane wirtschaftliche Wachstum in vielen afrikanischen Staaten ist eine ermutigende Entwicklung.
 
Dennoch  teile  ich  den  Schmerz  und  die Frustration Afrikas, was das andauernde  und  weit  verbreitete Leid auf dem Kontinent betrifft. Extreme Armut   –    zusammen  mit  dem  mangelnden  Zugang  zu  Grundschulbildung,

Gesundheitsvorsorge und angemessener Ernährung – behindern weiter Millionen talentierte,  vielversprechende  junge Menschen in Afrika, ihr Potenzial zu verwirklichen.   Zur  gleichen  Zeit  verschlimmert  sich  die  Lage  durch HIV/AIDS, so dass vergangene Erfolge zunichte gemacht werden.
 
Wir  begrüßen  wichtige  Schritte,  die  dazu  beitragen, den Frieden in Afrika  zu festigen, wie z.B. die historischen Wahlen in der Demokratischen Republik  Kongo  und  den  Fortschritt,  der  beim  Friedensprozess in Côte d’Ivoire  erzielt  wurde.  Jedoch  haben  bewaffnete  Konflikte  in  vielen Gebieten Afrikas  weiter  tragische Konsequenzen für die Zivilbevölkerung.

Trotz   der   gemeinsamen   Bemühungen   der  Vereinten  Nationen  und  der Afrikanischen  Union,  den  Friedensprozess  in  Darfur  zu  beleben und zu stärken,  führt die Gewalt dort zu einer nicht hinnehmbaren Zahl von Toten.

Auch  Somalia  befindet sich inmitten eines Umbruchs. Das unterstreicht die Notwendigkeit,  eine  politische  Lösung für die langwierige Krise in diesem Land zu finden.
 
Indem  wir danach streben, wirkliche Fortschritte in unserem Kampf gegen Armut,  Krankheiten  und  Analphabetismus  zu erzielen, lassen Sie uns auch unsere  globale Partnerschaft stärken, um die Millenniums-Entwicklungsziele zu  erreichen.  Diese beinhalten verstärkte Hilfe, Schuldenerlass und einen
faireren   Handel.   Lassen  Sie   uns  alles  in  unserer  Macht  stehende unternehmen,  um  die  Konflikte  zu  lösen,  die  den Kontinent zerstören.

Schließlich  müssen  wir alle unablässig daran arbeiten, um den Respekt vor den  Menschenrechten zu  vergrößern, besonders dadurch, indem wir die Frauen in Afrika stärken.
 
An  diesem  Afrika-Tag  würdige ich, wie viel der afrikanische Kontinent für   die   Vereinten   Nationen  getan  hat.  Ich  bekräftige  erneut  die Unterstützung  der  Vereinten  Nationen  für  die  Arbeit der Afrikanischen Union.  Die Vereinten Nationen sind ein starker Partner Afrikas, um Frieden dorthin  zu  bringen,  wo  Krieg herrscht, Wohlstand, wo Armut herrscht und Hoffnung, wo Verzweiflung ist.

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