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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Schmelzendes Eis – Ein heißes Thema’’

UNRIC/193
 
Erklärung zum Welt-Umwelttag, 5. Juni 2007

 
New York/Vereinte Nationen – Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist höher als in den vergangenen 600.000 Jahren und wird voraussichtlich weiter steigen. Den dramatischsten Beweis für den Klimawandel kann man in den Polarregionen finden. Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Die Fläche und Dicke des Polareises verringert sich. Gebiete, in denen es Jahrhunderte lang Dauerfrost gab, tauen auf. Die Eiskappen in Grönland und der Antarktis schmelzen schneller als jeder vorhergesagt hat.
 
Für die Menschen und die Ökosysteme der Arktis werden die Auswirkungen tiefgreifend sein. Das schmelzende Treibeis verringert den Lebensraum für gefährdete Tierarten. Die Veränderungen werden auch die einheimische Bevölkerung der Arktis in Mitleidenschaft ziehen, die von der Natur abhängig ist – nicht nur wegen ihrer Nahrung sondern auch wegen ihrer kulturellen Identität.
 
Jedoch sind nicht nur die Polarkreise ein Problem. Das Motto des Welt-Umwelttags 2007 lautet: ,,Schmelzendes Eis – Ein heißes Thema’’. Es verdeutlicht die Auswirkungen, die der Klimawandel in vielen Gebieten hat. Weil der Meeresspiegel sinkt, sind die Bewohner von Küstenstädten und tiefliegenden Inseln überall auf der Welt von Überschwemmungen bedroht. Durch sich verändernde Wettermuster und den damit einhergehenden Klimawandel werden sich Wüstengebiete weiter ausbreiten und die Dürre zunehmen. Ein Drittel der Weltbevölkerung, die in Trockengebieten wie Afrika lebt, wird davon bedroht sein. Auch die Nahrungsmittelversorgung wird durch den Klimawandel bedroht.
 
Die Abhängigkeit der Gesellschaft von fossilen Brennstoffen gefährdet den sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt und unsere zukünftige Sicherheit. Glücklicherweise gibt es einige politische und technologische Optionen, um die drohende Krise abzuwenden. Dafür brauchen wir jedoch einen verstärkten politischen Willen, um diese zu nutzen. Vor allem die entwickelten Länder können mehr unternehmen, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Energieeffizienz voranzutreiben. Zudem können sie saubere Entwicklungen in schnell wachsenden Industrieländern wie zum Beispiel Brasilien, China und Indien fördern sowie Anpassungsmaßnahmen in den Ländern unterstützen, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind.
 
Lassen Sie uns an diesem Welt-Umwelttag die Notwendigkeit erkennen, die Eigendynamik der dramatischen Umweltveränderungen, die wir an den Polen und überall auf der Welt sehen, zu verlangsamen. Jeder muss im Kampf gegen den Klimawandel seinen Teil beitragen.

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