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UNO-Generalsekretär Kofi A. Annan: „Mit dem Engagement aller können wir den Rassismus besiegen“

RUNIC/54

Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung, 21. März 2005

VEREINTE NATIONEN/NEW YORK, 17. März 2005 –  Am 21. März vor 45 Jahren wurden 69 Demonstranten beim sogenannten Sharepville-Massaker getötet, einem friedlichen Protest gegen die Apartheid. Jedes Jahr begehen die Vereinten Nationen diesen Jahrestag um auf den fortwährenden Kampf gegen alle Formen der Rassendiskriminierung aufmerksam zu machen.

Der Virus des Rassismus infiziert noch immer menschliche Beziehungen und Einrichtungen überall auf der Welt, trotz jahrzehntelanger Anstrengungen ihn zu beseitigen. Altbekannte institutionalisierte Diskriminierung, indirekte Benachteiligung, rassistische Gewalt, Verbrechen aus Hass, Schikanen und Verfolgung haben sich mit neuen Formen der Diskriminierung verbunden und stellen den erreichten Fortschritt in Frage. Das Internet wird dazu benutzt Rassismus zu propagieren, die Opferzahlen des Menschenhandels steigen, fremdenfeindliche Argumente in der politischen Debatte sind im Aufwind und unschuldige Menschen werden im Namen eines deformierten Sicherheitsbegriffs nach „rassischen Profilen“ eingeteilt. Sogar der Antisemitismus zeigt wieder sein hässliches Gesicht, sechs Jahrzehnte nach der Befreiung der Konzentrationslager, wo die ganze Welt sehen konnte, zu welchen barbarischen Extremen der Rassismus führen kann, wenn ihm nichts entgegengestellt wird.

Niemand kann neutral im Kampf gegen solche Intoleranz sein. Als Modell der Zusammenarbeit zwischen den Staaten hat die Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz im Jahr 2001 die Erklärung und das Aktionsprogramm von Durban angenommen. Erziehung und Bewusstseinsbildung, effektive Gesetze und Politik sowie unvoreingenommene Medien können helfen, eine Kultur der Toleranz und des Friedens zu fördern. Durch das gemeinsame Engagement der Verteidiger von Menschenrechten, den Regierungen, Gerichtshöfen, Parlamenten, Nichtregierungsorganisationen und unabhängigen Einzelpersonen können und müssen wir erfolgreich sein.

Die Vereinten Nationen werden weiter ihren Teil dazu beitragen. Durch die Arbeit des Hochkommissars für Menschenrechte, des Sonderberichterstatters über zeitgenössische Formen des Rassismus, der Menschenrechtskommission, der UNESCO, und jedes einzelnen UNO-Mitarbeiters müssen wir weiter daran arbeiten ,die Vision der UNO-Charta von einer „Achtung vor den Menschenrechten ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion“ Wirklichkeit werden zu lassen. An diesem Jahrestag lege ich den Mitgliedstaaten wichtige Vorschläge zur Stärkung des Mechanismus der Menschenrechte vor, so dass Übel wie Rassismus effektiver und einheitlicher bekämpft werden können.

Dieses Jahr wird das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte diesen Tag begehen indem es ein Gremium über effektive Praktiken zur Beseitigung von Verbrechen einberuft, die durch Hass oder Vorurteile begangen worden sind. In Paris wird die UNESCO Jugendseminare und Kulturveranstaltungen im Rahmen des Internationalen Städtebündnis gegen Rassismus organisieren. Und in New York werden eine Reihe von Gremien den Fortschritt der weltweiten Anstrengungen zur Bekämpfung von Rassismus und Rassendiskriminierung begutachten.

Wir wollen uns an die Opfer von Sharpeville erinnern, an das Leiden und die Siege der Menschen weltweit über die Jahre hinweg im Kampf gegen Rassismus. Lassen Sie uns die Aufforderung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beherzigen, den „Glauben an die grundlegenden Menschenrechte, an die Würde und den Wert der menschlichen Person und an die Gleichberechtigung von Mann und Frau” erneut zu bekräftigen.

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