Freitag, 24 November 2017
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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Weltweite Toleranz durch Konflikte gefährdet“

UNRIC/209 (PDF)

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: 

„Weltweite Toleranz durch Konflikte gefährdet“

Erkläung zum Internationalen Tag der Toleranz, 16. November 2007

 
New York/Vereinte Nationen – Als die UNESCO den 16. November zum
Internationalen Tag der Toleranz im Jahr 1995 ausrief, gab es nicht weniger als
16 Pakte, Erklärungen, Übereinkommen und Empfehlungen, die die
Notwendigkeit der Toleranz herausstellten. Sie alle sind heute nach wie vor
relevant und sie alle werden dennoch nicht vollständig beachtet.
 
Unsere Welt leidet unter Krieg, Terrorismus, Verbrechen gegen die
Menschlichkeit, ethnische Säuberung, Diskriminierung von Minderheiten und
Migranten und zahlreichen anderen Fällen von Missbräuchen gegen Menschen.
Globalisierung selbst bringt zwar unsere Welt näher zusammen, kann aber auch
zu großen Ängsten und innerem Rückzug führen. Gleichzeitig mit dem Zuwachs
schrecklicher Bedrohungen für das Leben auf diesem Planeten steigt auch die
Gefahr von Konflikten, die zu Intoleranz führen.
 
Wir wissen, wie man diese Bedrohungen bekämpfen kann. Wir wissen, dass
kulturelle Vielfalt, Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung sowie Erziehung zu
Toleranz und Frieden unsere besten Waffen sind. Wir wissen, dass unser
wichtigster Schutz aus einer starken und den Menschenrechten gegenüber
aufmerksamen Zivilgesellschaft sowie einer freien und verantwortungsvollen
Presse besteht.
 
Wir wissen aber auch, dass die Unterzeichnung internationaler Übereinkommen
und Pakte durch Staaten die Grundlage für Veränderungen bildet. Sie sind für
die Umsetzung der Richtlinien verantwortlich, selbst wenn die internationale
Gemeinschaft dazu verpflichtet ist, sie dabei zu unterstützen. 
 
Heute ist eine Gelegenheit, die Staats- und Regierungschefs an ihre Zusagen
und Verpflichtungen zu erinnern. Uns ist allen klar, wie wichtig Toleranz ist. Nur
der Wille, sie durchzusetzen, muss noch stärker werden. Lassen Sie uns
anlässlich des Internationalen Tages der Toleranz daran denken, dass unsere
Arbeit morgen von neuem beginnt.
 
 

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