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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationaler Tag der Migranten, 18. Dezember 2007

UNRIC/214 (PDF)

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„Neue Rekordzahl an Migranten weltweit –
200 Millionen Menschen lebten 2007 außerhalb ihres Heimatlandes“

Erklärung zum Internationaler Tag der Migranten, 18. Dezember 2007


Bonn, 17. Dezember 2007
(Regionales UNO-Informationszentrum) – Der Internationale Tag der Migranten, den wir heute zum achten Mal begehen, ist ein Tag, der von Jahr zu Jahr bedeutsamer wird.

Globalisierung und zunehmende Unterschiede bei den Lebensbedingungen in und zwischen Staaten tragen dazu bei, dass der Umfang der grenzüberschreitenden Migration weltweit zunimmt. Gegenwärtig leben mehr Menschen außerhalb ihres Geburtslandes als jemals zuvor – schätzungsweise 200 Millionen Menschen im Jahr 2007. Hinter dieser Zahl verbirgt sich eine unüberschaubare Zahl individueller Lebensgeschichten – von ausgebildeten Computerspezialisten, von illegalen Landarbeitern, von gegen ihren Willen verschleppten Frauen, von Flüchtlingen, die ihre Heimat verlassen mussten und vielen anderen

Obwohl die Lebensgeschichten unterschiedlich sind, wird es klar, wenn wir Migranten als Gruppe betrachten, dass sie nicht als Last gesehen sollten und dürfen.

Migranten sind häufig angetrieben von der Erwartung auf ein besseres Leben. Sie suchen eine sicherere und bessere Zukunft für ihre Kinder und sind bereit dafür zu arbeiten. Wenn Ihnen die Möglichkeit gegeben wird, das Beste aus ihren Fähigkeiten zu machen – auf gleichberechtigter Basis – dann wird die überwiegende Mehrheit der Migranten ein Gewinn für die Gesellschaft sein.

Millionen von Migranten leisten unentbehrliche Dienste für die Volkswirtschaften in den Ländern, in denen sie leben, während sie gleichzeitig ihre Familien und Gemeinwesen im Heimatland unterstützen, wo ihre Geldüberweisungen die nationale Wirtschaft ankurbeln.

Bedauerlicherweise erhalten Migranten selten Anerkennung für ihren Beitrag. Stattdessen müssen sie sich häufig gegen Beleidigungen und Diskriminierungen zur Wehr setzen. In extremen Fällen sind sie Opfer von rassistischen und fremdenfeindlichen Übergriffen.

Viele wichtige Sicherheitsklauseln sieht das Internationale Übereinkommen zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen vor, das aber bis heute nur von 37 Ländern ratifiziert worden ist. Ich rufe alle Mitgliedstaaten auf, die dem Übereinkommen bislang nicht beigetreten sind oder es nicht ratifiziert haben, dies so schnell wie möglich zu tun, um den vollen und effektiven Schutz der Menschenrechte von Migranten sicherzustellen.

Über diesen wichtigen Vertrag hinaus, müssen wir vorherrschende Missverständnisse über Migranten beseitigen und ein Bewusstsein für ihren wertvollen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Beitrag in ihren Ursprungsländern und am Wohnort schaffen. Lassen Sie uns an diesem Internationalen Tag der Migranten Diskriminierung gegen Verständnis tauschen – nicht nur zum Nutzen der Migranten, sondern auch für alle Länder dieser Welt.   

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