Montag, 20 November 2017
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UNO-Generalsekretär: „Die Lehren des Holocaust müssen kommenden Generationen vermittelt werden“

UNRIC/217 (PDF)

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„Die Lehren des Holocaust müssen kommenden Generationen vermittelt werden“

Erklärung zum Internationalen Tag des Gedenkens
an die Opfer des Holocaust, 27. Januar 2008

 
New York/Vereinte Nationen – Heute begehen wir den dritten Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. An diesem Tag, der einstimmig von der Generalversammlung festgelegt worden ist, zeigen wir uns mit den Überlebenden des Holocaust und den Familien der Opfer auf der ganzen Welt solidarisch. Denen, die den Holocaust leugnen oder behaupten, dass er übertrieben dargestellt wird, begegnen wir mit unserer Entschlossenheit. Wir gedenken jedes einzelnen unschuldigen Mannes, jeder Frau und jedes Kinds, die von den Nationalsozialisten und ihren Komplizen umgebracht worden sind. Wir beklagen den systematischen Völkermord an einem Drittel der jüdischen Bevölkerung und anderen Minderheiten. Die Welt wird nie erfahren, welche Leistungen sie sonst hätten erbringen können.

Jedoch reicht es nicht aus, der Toten zu gedenken, sie zu ehren und zu betrauern. Wir müssen die jetzige Generation aufklären und uns um sie kümmern. Wir müssen in unseren Kindern ein Gespür für Verantwortung fördern, damit sie eine Gesellschaft aufbauen können, in der die Rechte aller Bürgerinnen und Bürger geschützt und gefördert werden. Wir müssen ihnen Respekt vor Verschiedenheit einprägen, ehe sich Intoleranz entwickeln kann. Wir müssen ihnen den Mut und die Mittel geben, damit sie angesichts von Bedrohungen die richtigen Entscheidungen treffen und entsprechend handeln können.

Dieses Jahr bietet uns eine besondere Möglichkeit dazu, da wir den sechzigsten Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begehen. Während dieses Jubiläumsjahres wollen die Vereinten Nationen die Idee der „Würde und Gerechtigkeit für alle“ den Menschen auf der ganzen Welt näher bringen. Die Kampagne erinnert uns daran, dass in einer Welt, die noch immer von den Schrecken des Holocaust geprägt ist, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte die erste weltweite Erklärung dessen war, was viele heute als gegeben betrachten: die angeborene Würde und Gleichheit aller Menschen.

Lassen Sie uns die Menschenrechte nicht als Selbstverständlichkeit betrachten. Lassen Sie uns die Menschenrechte aufrechterhalten, sie schützen und verteidigen sowie sicherstellen, dass sie tatsächlich beachtet werden – und sie von jedermann auf der ganzen Welt gekannt, verstanden und gelebt werden. Häufig müssen wir genau die Menschen über die Existenz der Allgemeinen Erklärung in Kenntnis setzen, die den Schutz der Menschenrechte am meisten benötigen. Wir müssen ihnen vermitteln, dass die Erklärung besonders auch für sie existiert.

Heute erinnern wir die Menschen weltweit an diese Rechte. Wir gedenken jener, denen auf brutalste Weise in Auschwitz, bei Völkermorden und anderen Gewalttaten ihre Rechte genommen worden sind. Wir geloben, die Lehren aus dem Holocaust in unser Leben aufzunehmen und sie an kommende Generationen weiter zu tragen. An diesem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust sollten wir uns dieser Aufgabe erneut verpflichten.  

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