Freitag, 24 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: “Internationale Gemeinschaft muss beim Klimawandel rasch Schadensbegrenzung betreiben”

RUNIC/42

Erklärung zur 10. Vertragsstaatenkonferenz desRahmenübereinkommens der Vereinten Nationen zum Klimawandel

Verlesen durch Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen

VEREINTE NATIONEN/BUENOS AIRES, 15. Dezember 2004 – Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen zum Klimawandel hat mit seiner fast umfassenden Mitgliederzahl dazu beigetragen, dass Klimawandel ein fester Punkt auf der lokalen, nationalen und internationalen Tagesordnung geworden ist. Das Übereinkommen hat Institutionen aufgebaut und Prozesse gestartet, die diese wahrhaft globale Herausforderung aufgreifen. Wenn wir heute den zehnten Jahrestag des Inkrafttretens des Übereinkommens begehen, können wir im Hinblick auf das Erreichte sagen, dass unser „Kind“ erwachsen geworden ist. Dennoch ist noch viel zu tun bis wir mit gutem Gewissen sagen können, dass das Problem angemessen behandelt worden ist.

Unentwegt treffen beunruhigende Nachrichten über die Auswirkungen und Risiken des Klimawandels ein. Die Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimawandel hat bereits belegt, dass Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse zunehmen dürften. Ihr bevorstehender Bericht wird ohne Zweifel untermauern, dass wir international Schadensbegrenzung betreiben und uns dem Wandel anpassen müssen.

Da der Klimawandel unvermeidbar ist, müssen die Entwicklungsziele ebenfalls Maßnahmen zum Anpassungsprozess von Gemeinschaften beinhalten. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Auswirkungen des Klimawandels unsere Arbeit für die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele unterminieren. Im nächsten Monat werden zwei bedeutende Konferenzen stattfinden, die im Zusammenhang mit dem Anpassungsprozess stehen: die Zehnjahresrückschau des Aktionsprogramms von Barbados zu kleinen Inselentwicklungsländern, die auf Mauritius stattfinden wird, sowie die Weltkonferenz für Katastrophenvorbeugung im japanischen Kobe.

Viel wird nun mit Recht vom Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls am 16. Februar nächsten Jahres erwartet. Die mit dem Protokoll verbundene innovative Anwendung von marktgestützten Mechanismen zur Kontrolle von Treibhausgasemissionen wird ein neues und spannendes Kapitel in der Geschichte von Umweltabkommen schreiben. Das Protokoll errichtet auch ein robustes System zur Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung in Entwicklungsstaaten, z. B. den Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism, CDM). Diese Prozesse werden genau beobachtet werden und ich fordere Sie auf, sie zu einem Erfolg werden zu lassen.

Ich fordere Sie auch auf, über das Kyoto-Protokoll hinaus zu blicken, das uns nur bis in das Jahr 2012 führt. Die Förderung von Energiequellen und -technologien mit geringem Anteil an Kohlenstoff und Treibhausgasen sowie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen stellen die Herausforderung auf lange Sicht dar. In Industrie- und Entwicklungsländern benötigen wir klimafreundlichere Entwicklungsstrategien. Wir brauchen engere Partnerschaften mit der Finanzwelt, da deren Entscheidungen einen bedeutenden Beitrag zum Erreichen unserer Ziele leisten können. Dies gilt besonders für Energietechniken, die die Entwicklung voran treiben. Und wir müssen noch mehr leisten, um die Auswirkungen des Klimawandels zu lindern.

Die großen Anstrengungen, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, sind nun in eine neue Ära eingetreten. Die Augen der Welt ruhen auf Ihnen. Menschen auf der ganzen Welt erwarten, dass Sie auf multilateraler Basis zusammen arbeiten, um den Herausforderungen mit all Ihrer Kreativität und fester Absicht zu begegnen. Ich fordere Sie auf, den Augenblick zu nutzen. Sie haben die volle Unterstützung der Vereinten Nationen bei diesem entscheidenden Unterfangen. Meine besten Wünsche für den Erfolg Ihrer Beratungen begleiten Sie.

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