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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „In Frauen und Mädchen investieren“

UNRIC/222 (PDF)
4. März 2008

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„In Frauen und Mädchen investieren“

Erklärung zum Internationalen Tag der Frau, 8. März 2008


BONN, 4. März (UN-Informationszentrum)
– Die Regierungen aller Staaten haben auf dem Weltgipfel 2005 zugestimmt, dass “Fortschritt für Frauen Fortschritt für alle” bedeutet. Der Zehnjahres-Bericht über die Umsetzung der Aktionsplattform von Beijing hat in vielen Ländern deutliche Unterschiede zwischen den Vorgaben und der Praxis aufgezeigt. Am deutlichsten spiegelt sich der fehlende politische Wille in fehlenden Ressourcen und ungenügenden Etatzuweisungen wider. Das Motto des diesjährigen Internationalen Tags der Frau lautet aus diesem Grund: „In Frauen und Mädchen investieren“.

Die mangelnde Finanzierung untergräbt nicht nur unsere Bemühungen für Geschlechtergleichstellung und die Mitwirkungsmöglichkeiten der Frau, sondern behindert auch die Anstrengungen, die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen. In Frauen und Mädchen zu investieren hat, wie wir aus langer und sicherer Erfahrung wissen, einen Multiplikationseffekt auf Produktivität und anhaltendes Wirtschaftswachstum. Es gibt keine bedeutendere Maßnahme, um Bildung und Gesundheit, darunter auch die Prävention von HIV/Aids, voranzubringen. Wohl kaum eine andere Maßnahme verbessert die Ernährungslage oder verringert die Sterblichkeit von Kindern und Müttern.

Wir verzeichnen einen Fortschritt, auf dem wir aufbauen können. Finanzielle Ressourcen wurden mobilisiert, um die Beschäftigung von Frauen zu erhöhen, die Rolle der Mikrofinanzierung zu erweitern, Geschäftskredite für Frauen zu steigern und öffentliche Finanzreformen voranzutreiben. Mehr als 50 Länder haben geschlechtsspezifische Haushalte aufgestellt. Die Privatwirtschaft steigert ihre Anstrengungen, um die Mitwirkungsmöglichkeiten von Frauen in der Wirtschaft zu finanzieren und Fonds und Stiftungen von Frauen entwickeln sich zu einer innovativen Finanzierungsquelle.

Aber wir müssen noch mehr tun. Wir alle in der internationalen Gemeinschaft – Regierungen, multilaterale Organisationen, bilaterale Einrichtungen und die Privatwirtschaft – müssen die Kosten der anhaltenden Geschlechterungleichheit und die notwendigen Mittel berechnen, um der Ungleichheit abzuhelfen. Wir müssen Mechanismen entwickeln, um Investitionen in Geschlechtergleichheit zurückverfolgen zu können. Wir müssen Betriebsmittelzuweisungen regelmäßig kontrollieren und begutachten. Und wir müssen nationale Haushalte und internationale Hilfsleistungen an die wahren Bedürfnisse anpassen und sicherstellen, dass sie nicht unterbrochen werden.

Auch im System der Vereinten Nationen müssen wir die Ressourcen mit der Nachfrage besser abgleichen. Die vorhandenen Ressourcen für die Geschlechtergleichstellung muss besonders auf regionaler und auf Länder-Ebene nachhaltiger und berechenbarer werden. Um wirklich etwas bewirken zu können, benötigt unser geschlechtsspezifischer Mechanismus eine Finanzierung, der den Herausforderungen angemessen ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine dynamische und gestärkte Instanz für Geschlechterfragen, die die Ressourcen bündelt, mehr Mittel von der Spendergemeinschaft gewinnen würde. Durch die Mobilisierung von Kräften der Veränderung auf globaler Ebene und durch die Anregung zu weiteren Erfolgen auf Länderebene, würde solch eine Instanz unserem Anliegen förderlich sein, die Teilhabe von Frauen zu stärken und weltweite Geschlechtergleichheit zu schaffen. Ich rufe die Mitgliedstaaten auf, den politischen Willen aufzubringen, um die Gespräche über diese Angelegenheiten zu einem erfolgreichen Ergebnis zu bringen.

Wir befinden uns in diesem Jahr auf halben Weg zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele bis zum Zieljahr 2015. Nur durch Investitionen in Frauen und Mädchen können wir erwarten, dass wir unser Ziel auch erreichen.

 

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