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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch

UNRIC/248 (PDF)

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

Erklärung zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch
und unerlaubten Suchtstoffverkehr, 26. Juni 2008


BONN, 24. Juni (UNRIC) –
Als Antwort auf das ernsthafte weltweite Drogenproblem haben die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen vor zehn Jahren eine Sondersitzung der Generalversammlung einberufen. Dabei haben sie sich auf einen entschiedenen Aktionsplan geeinigt, um sowohl die Nachfrage als auch die Verbreitung von Drogen einzudämmen.

Heute werden durch Drogen noch immer ganze Leben zerstört, Gewalt erzeugt und nachhaltige Entwicklung unmöglich gemacht. Allerdings gibt es mittlerweile auch ein besseres Verständnis dafür, wie wir Drogenmissbrauch und -handel entgegentreten müssen. Entscheidungsträger können nun auf umfangreiches Wissen zu Drogenkonsum und dessen Entstehung zurückgreifen. Internationale Zusammenarbeit und technische Unterstützung führen zu besserer Strafverfolgung. Gestiegene Entwicklungshilfe hilft, die Armut zu reduzieren und den Verkauf illegaler Pflanzen einzudämmen, in dem Landwirte nachhaltige Alternativen geboten werden. Eine stärkere Konzentration auf Prävention und Heilung stellt den Gesundheitsaspekt in den Mittelpunkt des Kampfes gegen Drogen und verlangsamt die Verbreitung von HIV/Aids. Gesellschaften und Staaten haben erkannt, dass wir alle bei der Bekämpfung des weltweiten Drogenproblems Verantwortung übernehmen müssen.

Wir müssen noch hart daran arbeiten, um die Menschen weniger anfällig für Drogen zu machen. Staaten mit schwachen Strafrechtssystemen und geringen Mechanismen zur Rechtsdurchsetzung benötigen Hilfe beim Kampf gegen den illegalen Drogenhandel. Noch immer unterwandern Kriminalität, Korruption und Instabilität Gesellschaften und gefährden den Erfolg der Drogenbekämpfung und das Erreichen der Milleniums-Entwicklungsziele.

Da wir dieses Jahr den 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begehen, möchte ich alle Mitgliedsstaaten an ihre Verantwortung erinnern, die Rechte aller Inhaftierten zu achten, die drogenabhängig sind oder ihre Strafe wegen Drogendelikten verbüßen. Vor allem muss ihr Recht auf Leben und ein faires Gerichtsverfahren geachtet werden. Menschen, die mit Drogenabhängigkeit zu kämpfen haben, muss der Zugang zu Gesundheits- und Sozialeinrichtungen gewährleistet werden. Niemand soll gebrandmarkt werden, weil er drogenabhängig ist.  

Die Anstrengungen der letzten zehn Jahre haben unser Verständnis für Drogenprobleme geschärft und unsere Entschiedenheit gestärkt, dem weltweiten Drogenkonsum entgegenzutreten. Ob es darum geht, die Folgen zu lindern, die dem Einzelnen durch Drogenmissbrauch entstanden sind, ihren Angehörigen zu helfen oder Staaten und Gemeinschaften beim Kampf gegen Drogen zu unterstützen: Wir müssen uns an diesem Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr unserer Verantwortung bewusst werden. Wir müssen den Schaden, der durch Drogen entsteht, minimieren und dadurch eine gesündere und sicherere Welt schaffen.


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