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UNO-Generalsekretär Kofi A. Annan: Weltweite Konflikte beinträchtigen auch immer die Umwelt

RUNIC/31

Erklärung zum Internationalen Tag für die Verhütung des Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten, 6. November 2004

VEREINTE NATIONEN/NEW YORK, 4. November 2004 – Seitdem es Kriege gibt, fallen ihnen die Umwelt und natürliche Ressourcen still zum Opfer. Ernten werden niedergebrannt, Wasserquellen verschmutzt, Wälder gefällt, Böden vergiftet und Tiere getötet. Die Konsequenzen sind verheerend, auch wenn sie unbeabsichtigt sind. In der Vergangenheit wurden wir Zeugen unmittelbarer physischer Vernichtung, inklusive der Freisetzung von Gefahr- und Giftstoffen. Wir wurden Zeugen sozialer Zerrüttung und mussten mit ansehen wie Flüchtlingsströme entstanden, die ihrerseits die Ressourcen belastet haben. Da die meisten Kriege in armen Ländern ausgetragen werden, wurden wir auch Zeugen wirtschaftlicher Verwüstung, besonders in den Ländern, die am wenigsten mit Umweltschädigungen und Rückschlägen ihrer Entwicklung zurecht kommen.

Es gibt eine Reihe rechtlicher Schutzmaßnahmen in Kriegszeiten, darunter das Übereinkommen über das Verbot der militärischen oder einer sonstigen feindseligen Nutzung umweltverändernder Techniken (1976), das Chemiewaffenabkommen (1993) und das Übereinkommen über das Verbot von Antipersonenminen (1997).

Auf praktischer Ebene sind die Vereinten Nationen zunehmend aktiv in Bezug auf kriegsbedingte Umweltschädigung, z. B. durch die Schadensfeststellung, Entkontaminierung und die Unterstützung von Staaten beim Umweltmanagement nach dem Ende von Konflikten. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen hatte diese Rolle auf dem Balkan inne und ist zur Zeit in Afghanistan, dem Irak, Liberia und den besetzten Palästinensergebieten aktiv.

Lassen Sie uns an diesem Internationalen Tag für die Verhütung des Missbrauchs der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten erkennen, dass kein Krieg oder Konflikt weit genug entfernt ist, um unsere Umwelt nicht zu beeinträchtigen. Wir alle müssen uns darauf verpflichten, dass wir unseren Teil zum Kampf gegen diese allzu oft vergessene Bedrohung unseres Lebens und Wohlergehens beitragen.

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