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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Jugend und Klimawandel: Zeit zu handeln“

UNRIC/255 (PDF)

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„Jugend und Klimawandel: Zeit zu handeln“

Erklärung zum Internationalen Tag der Jugend, 12. August 2008


BONN, 7. August 2008 (UNO-Informationszentrum) – Obwohl der Klimawandel sehr komplex ist, sind die Fakten klar: Auf unsere Welt kommen schwere Zeiten zu. Letztes Jahr konnte ich mir selbst ein Bild davon machen, als ich die Antarktis besuchte. Dort schmilzt das Dauereis sehr viel schneller, als wir ursprünglich angenommen hatten. Wenn wir nicht handeln, könnte der Klimawandel die Fortschritte zunichte machen, die durch die Millenniums-Entwicklungsziele bereits erreicht worden sind. Das hätte auch ernste Folgen für den Frieden und die Sicherheit auf der Welt. Wenn wir unsere Lebensweise nicht radikal umstellen, könnte zu dem Zeitpunkt, an dem die heutige Jugend mein Alter erreicht, aus der Welt ein unwirtlicher Ort geworden sein.

Der diesjährige Internationale Tag der Jugend steht unter dem Motto: “Jugend und Klimawandel: Zeit zu handeln”. Die heutige Jugend wird die Folgen des Klimawandels tragen müssen, das unselige Erbe vorheriger Generationen. Gerade in vielen Entwicklungsländern sind junge Leute – vor allem Mädchen und junge Frauen – für den Ackerbau, die Beschaffung von Wasser und Brennholz zuständig. Da sich der Klimawandel negativ auf die Verfügbarkeit von Wasser, die landwirtschaftlichen Erträge und den Bestand der Ökosysteme auswirkt, verbrauchen diese Aufgaben wertvolle Zeit, in der die jungen Leute zur Schule gehen oder anderen produktiven Aktivitäten nachgehen könnten.

Junge Leute können jedoch aktiv etwas gegen den Klimawandel tun: Sie gehen geschickt mit Technik um und können sehr gut neue Trends verbreiten. Da sie sehr anpassungsfähig sind, können sie ihr tägliches Leben sehr schnell durch eine andere Lebensweise und gezielte Karriereentscheidungen CO2-arm gestalten. Deshalb sollten junge Leute die Möglichkeit bekommen, aktiv an der Entscheidungsfindung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene teilzunehmen. Außerdem können sie tatkräftig bei Initiativen mitarbeiten, durch die weit reichende Gesetze erlassen werden.

Da die Welt auf der Suche nach sauberen und nachhaltigen Energien ist – einschließlich erneuerbarer Energien – werden wir die Tatkraft der Jugend dringend benötigen. Der Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft, den die jungen Leute hoffentlich im Laufe ihres Lebens miterleben werden, bietet unglaubliche Möglichkeiten. Nicht zuletzt wird die Wirtschaft, die dank sauberer Energien und technologischer Innovationen wachsen wird, Arbeitsplätze schaffen. So könnte das weltweit ernste Problem der Jugendarbeitslosigkeit zusätzlich entschärft werden.
An diesem Internationalen Tag der Jugend möchte ich alle jungen Leute der Welt dazu aufrufen, ihre Tatkraft und ihre brillanten Ideen zu nutzen, um unseren Planeten sicherer und nachhaltiger zu machen.

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