Dienstag, 21 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: "Fortschritte bei den Millennium-Zielen sind spürbar – Die Lage in einigen Krisenregionen bleibt aber brisant"

RUNIC/23

VEREINTE NATIONEN/NEW YORK, 7. September --- Die Entwicklungsländer reduzieren weiter die Armut, schaffen vermehrt Zugang zur Grundschulbildung und bekämpfen Hunger und Krankheiten in vielen Regionen der Welt. So können sie die Ziele erreichen, die in der Millennium-Erklärung aus dem Jahr 2000 enthalten sind. Dies geht aus dem jährlichen Bericht zum Fortschritt der Millennium-Entwicklungsziele von UNO-Generalsekretär Kofi Annan hervor, der heute veröffentlicht wurde.

200 Millionen Menschen weniger leben in Ost-, Süd-, und Südost-Asien seit 1990 in extremer Armut (mit einem Einkommen von weniger als 1 Dollar pro Tag). Dem Bericht zufolge gibt es auch Fortschritte in nordafrikanischen Staaten. Die Zahl der Kinder, die eine Grundschule besuchen, beträgt in Lateinamerika und der Karibik mehr als 90 Prozent. Dies trifft auch auf weite Teile Asiens, Nordafrikas und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten zu. Somit kann das Ziel von 100 Prozent bis zum Jahr 2015 erreicht werden. Hungersnöte nehmen seit den neunziger Jahren in allen Teilen der Welt ab. Allerdings nicht in dem Ausmaß, damit diese Zahl bis 2015 um die Hälfte sinken kann. Neuen Statistiken zufolge gibt es starke Verbesserungen beim Zugang zu Wasser.

„In nur vier Jahren haben die acht Millennium-Entwicklungsziele, die aus der Millennium-Erklärung entstanden sind, die weltweite Entwicklungszusammenarbeit entscheidend geprägt“, heißt es in dem Bericht. „Der breite Konsens zu einer Reihe von klaren, messbaren und zeitgebundenen Zielen für die Entwicklung hat zu beispiellosen Handlungen geführt.“

Die Vereinten Nationen warnen jedoch, dass es am schwierigsten bleibt, Fortschritte in den ärmsten Ländern zu erzielen. Dabei handelt es sich vor allem um Staaten im Afrika südlich der Sahara. In vielen Fällen gibt es dort keine Fortschritte oder sogar Rückschläge. Die Kinder- und Müttersterblichkeit bleibt hoch und die sanitäre Versorgung hat sich ebenfalls kaum verbessert.

Die Millennium-Entwicklungsziele setzen Ziele für acht Bereiche: Armut und Hunger, Grundschulbildung, Geschlechtergleichheit, Kindersterblichkeit, Müttergesundheit, Krankheitsbekämpfung, Umwelt und eine globale Partnerschaft für Entwicklung. Die meisten Ziele sollen bis zum Jahr 2015 zu einer spürbaren Verbesserung führen, verglichen mit dem Referenzjahr 1990.

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