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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Armut nimmt den Menschen ihre Würde“

UNRIC Pressemitteilung

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„Armut nimmt den Menschen ihre Würde“

Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut, 17. Oktober 2008


BONN, 16. Oktober 2008 (UNO-Informationszentrum) − Das Motto des diesjährigen Internationalen Tags für die Beseitigung der Armut – „Menschenrechte und Würde von Menschen, die in Armut leben“ – erinnert an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 60 Jahren. Die Erklärung bekräftigt, dass „jeder das Recht auf einen Lebensstandard hat, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet.“

Sechzig Jahre später sind immer noch hunderte Millionen Menschen von grundlegenden Menschenrechten wie dem Recht auf Nahrung, Unterkunft, Bildung und angemessene Arbeitsbedingungen ausgeschlossen. Diese Menschen, die gezwungenermaßen in Armut leben, sind oft mit sozialer Ausgrenzung, Diskriminierung und Machtlosigkeit konfrontiert. Armut nimmt den Menschen ihre Würde.

Unsere Bemühungen, Armut zu beseitigen, müssen dem Respekt der Menschenrechte und der Würde aller Menschen besondere Aufmerksamkeit schenken. Sie müssen über grundlegende materielle Bedürfnisse hinausgehen und Diskriminierung und Ungleichheiten einschließen. Das bedeutet, sicherzustellen, dass alle Armen Zugang zu den Ressourcen haben, die sie benötigen, um der Armut zu entfliehen – Land, Kapital und Wissen. Es bedeutet, die Armen darin zu stärken, erfolgreich an Entscheidungsprozessen und anderen Aktivitäten, die ihr Leben direkt betreffen, teilhaben zu können.

Aktuelle ökonomische Unsicherheiten erschweren diese Aufgabe nicht nur, sondern machen sie zu einer noch wichtigeren Herausforderung. Steigende Lebensmittel- und Treibstoffpreise sowie die weltweite Finanzkrise drohen die Fortschritte bei der Reduzierung von Armut und Hunger in vielen Teilen der Welt zunichte zu machen. Etwa 100 Millionen Menschen sind im Moment von Armut bedroht.

Bei der hochrangigen Konferenz im September haben Regierungen ihre Verpflichtung zu den Millenniums-Entwicklungszielen noch einmal bekräftigt. Viele haben neue Mittel zugesagt, um die Nahrungsmittelsicherheit zu verbessern, Krankheiten zu beseitigen, Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen zu sichern und die Finanzkrise zu meistern. Diese Zusagen sind kein Akt der Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung im Streben nach Menschenrechten für alle. Scheitern wir daran, unsere Versprechen zu den Entwicklungszielen einzulösen, so schaffen wir die Voraussetzungen für noch größeres menschliches Elend und globale Unsicherheit.

Armut kann nicht ohne den nötigen Respekt vor den Menschenrechten beseitigt werden. Lassen Sie uns an diesem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut danach streben, die Welt von Armut und Ungerechtigkeit zu befreien.


Weiterführende Links:

http://www.un.org/Depts/dhl/poverty/index.html

http://www.unric.org/index.php?option=com_content&task=view&id=19624&Itemid=99999999

www.stell-dich-gegen-armut.de


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