Samstag, 18 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: Erklärung zum ersten Jahrestag des Anschlags auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad am 19. August 2003

RUNIC/19

NEW YORK, 18. August 2004 – Was vor einem Jahr in Bagdad geschah, war eine persönliche Tragödie – vor allem für die Familien und Nahestehenden der 22 Mitarbeiter, die starben, und jener, die schwere Verletzungen erlitten - seien sie physischer oder psychischer Natur. Es war ebenso eine persönliche Tragödie für jeden von uns. Wegen der treuen Freunde und engen Kollegen, die wir verloren haben und für uns selbst, die wir unser Leben den Vereinten Nationen gewidmet haben.

Gewalt und Einschüchterung sind keine Unbekannten für die UNO. Wir haben den Verlust von hunderten Kollegen über die Jahre hinweg beklagt. Aber der Angriff auf das Canal Hotel ließ uns in das Angesicht einer neuen und noch einschüchternderen Form der Gefahr blicken – die Gefahr, daß wir, die Mitarbeiter der Vereinten Nationen, eines der Hauptziele politischer Gewalt werden können. Wir ringen nun mit zerreißenden, fundamentalen Fragen. Wir arbeiten mit den Menschen zusammen. Wir müssen in der Lage sein, zu ihnen zu gelangen und sie müssen in der Lage sein, zu uns zu gelangen. Wie finden wir die Balance zwischen nötiger Offenheit und Sicherheit in der heutigen Welt? Wie operieren wir an Orten, wo viele Menschen unsere Hilfe benötigen und erwarten – und dies bezieht den Sicherheitsrat mit ein – aber einige fest entschlossen sind, unsere Arbeit um jeden Preis zu verhindern? Sind wir Zeugen eines Paradigmenwechsels oder einer tragischen Phase, die wir durchlaufen?

Die Familien und Freunde unserer getöteten Kollegen, ebenso wie die Überlebenden und Verletzten dieses furchtbaren Tages, haben außergewöhnliche Stärke und Mut aufgebracht, um das vergangene Jahr zu überstehen. Ihr Leid dauert fort. Die UNO-Familie wird ihnen beistehen bei Trauer und Schmerz. Mein eigener Schmerz, meine Entmutigung und mein Gefühl des Verlustes waren tief, nicht nur als ein Freund, sondern auch als derjenige, der letztlich verantwortlich ist für das Wohlergehen und die Sicherheit der UNO-Mitarbeiter. Ich wünsche inständig, daß die Täter zur Rechenschaft gezogen werden – so lange es auch dauert - und nicht ungeschoren mit diesen kaltblütigen Morden davonkommen.

Lassen Sie uns an diesem traurigen Jahrestag der Opfer gedenken und den Hinterbliebenen unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme ausdrücken. 

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