Montag, 20 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: "Autochthone Völker benötigen Mitspracherechte"

RUNIC/17

Erklärung zum Internationalen Tag der autochthonen Bevölkerungsgruppen, 9. August 2004

New York, 6. August – In diesem Jahr begehen wir zum zehnten Mal den Internationalen Tag der autochthonen Bevölkerungsgruppen, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zugleich mit der Internationalen Dekade der autochthonen Bevölkerungsgruppen ausgerufen wurde.

Dieser Gedenktag ist eine Gelegenheit, den Reichtum der autochthonen Kulturen und ihren Beitrag zur menschlichen Familie zu feiern. Aber noch viel mehr ist dieser Tag eine Chance für Männer und Frauen auf der ganzen Welt, Bilanz zu ziehen in welcher Situation sich autochthone Bevölkerungsgruppen in unserer heutigen Welt befinden.

Viel zu lange wurde autochthonen Völkern ihr Land weggenommen, ihre Kulturen verunglimpft oder unmittelbar angegriffen, ihre Sprachen und Gebräuche unterdrückt, ihr Wissen und ihr traditioneller Erfahrungssschatz übersehen oder ausgebeutet und ihr nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen abgelehnt. Einige autochthone Völker sind sogar von der Auslöschung bedroht.

Autochthone Völker haben seit vielen Jahren an Foren der Vereinten Nationen teilgenommen, um die gesamte UNO-Familie zur Unterstützung aufzurufen. Im Zusammenhang mit der Internationalen Dekade wurden ein Dialog und eine Partnerschaft mit den Vereinten Nationen gestartet. Dieser Prozess muss auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene Früchte tragen. Bei diesen Anstrengungen müssen Regierungen, internationale Organisationen und die Zivilgesellschaft daran arbeiten, dass autochthonen Völkern mehr Mitspracherechte gegeben und sicher gestellt wird, dass sie Anteil haben an Entscheidungen, die ihr Leben betreffen.

Lassen Sie uns an diesem zehnten Jahrestag der autochthonen Bevölkerungsgruppen an die fundamentalen Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen - Frieden, Entwicklung und Menschenrechte – erinnern und unsere Entschlossenheit bekräftigen, die Solidarität mit den autochthonen Völkern zu vertiefen. So können diese Prinzipien auf der ganzen Welt verwirklicht werden.

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