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Generalsekretär Kofi A. Annan: "Flüchtlinge benötigen die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft"

RUNIC/12

Erklärung zum Weltflüchtlingstag, 20. Juni 2004

NEW YORK, 17. Juni – Für Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen auf der Welt ist die Heimat ein Ort, von dem sie in Todesangst geflohen sind, in einem verzweifelten Versuch sich in Sicherheit zu bringen. Heimat ist auch ein Ort, bei dem viele zweifeln, dass sie ihn wieder sehen werden. Währenddessen müssen sie damit fertig werden, ihre Familie verloren zu haben, ihre Freunde, ihren Besitz und alles, was ihnen vertraut war. Während der Flucht vor Konflikten und Verfolgung, in die Zeltstädte der Flüchtlingslager und während des Wartens mit einer unerträglichen Unsicherheit, was die Zukunft bringen wird, ist es der größte Traum eines Flüchtlings nach Hause zurückkehren zu können und in Würde und Sicherheit zu leben. Deshalb ist das Motto des diesjährigen Weltflüchtlingstags „Ein Ort der Heimat heißt“.

Während der vergangenen 50 Jahre hat der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 50 Millionen Menschen geholfen, eine neue Heimat zu finden und ein neues Leben zu beginnen. Die überwiegende Mehrheit der 17 Millionen Menschen, die gegenwärtig vom UNHCR betreut werden, will in ihre ursprüngliche Heimat zurückkehren. Im letzten Jahr kehrten schätzungsweise 1,1 Millionen Flüchtlinge zurück. Mehr als 3 Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan gingen seit 2002 wieder in ihre Heimat. Flüchtlinge aus Angola, Bosnien-Herzegowina, Burundi, Cote d’Ivoire, Irak, Liberia, Ruanda, Sierra Leone und Somalia haben sich ebenfalls entschlossen, in großer Zahl zurückz kehren. Außerdem gibt es die positive Aussicht, dass weitere zwei Millionen Flüchtlinge und Vertriebene in Afrika nach Hause zurückkehren können.

Aber es gibt auch Flüchtlinge, die niemals zurückgehen können. Für sie heißt die Lösung entweder sich im Land zu integrieren, das ihnen Asyl gewährt hat, oder, wenn das nicht möglich ist, die Umsiedlung in ein Drittland. Wir sollten nicht die Großzügigkeit der Länder vergessen, die Asyl gewähren. Es ist genau dieser Geist der Großzügigkeit und anhaltender Unterstützung, der von der internationalen Gemeinschaft benötigt wird, wenn wir den Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen eine neue Heimat bieten wollen. Lassen Sie uns an diesem Weltflüchtlingstag unsere Entschlossenheit dazu bekräftigen. 

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