Samstag, 25 November 2017
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Generalsekretär Kofi A. Annan: "Mehr als eine Milliarde Menschen sind von der Wüstenbildung bedroht"

RUNIC/11

Erklärung zum Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre, 17. Juni 2004

NEW YORK, 15. Juni – An diesem Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre begehen wir den zehnten Jahrestag der UNO-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), die eine wichtige Rolle bei den weltweiten Anstrengungen spielt, die Armut zu bekämpfen sowie eine nachhaltige Entwicklung und die Millennium-Entwicklungsziele zu erreichen.

Die Konvention ist das einzige international anerkannte und rechtlich verbindliche Instrument, das die Probleme der Wüstenbildung in ländlichen Gebieten anspricht. Weltweit sind 191 Mitgliedssstaaten der Konvention beigetreten. Durch die Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility, GEF) als Finanzierungsquelle ist sie fähig, Ressourcen zu verteilen, die vor allem in Afrika benötigt werden.

Die Risiken der Wüstenbildung sind beträchtlich und eindeutig. Sie bedroht die Fruchtbarkeit der Böden, in einigen Gebieten sinkt diese um 50 Prozent. Sie führt zu Nahrunngsmittelknappheit, Hunger und Armut und kann soziale, wirtschaftliche und politische Spannungen erhöhen. Neue Schätzungen belegen, dass von der Wüstenbildung mehr als eine Milliarde Menschen betroffen sind und als Konsequenz daraus 135 Millionen Menschen von Landflucht bedroht sein könnten. Die arme Landbevölkerung, besonders in den Entwicklungsländern, ist sehr verletzlich. Die Generalversammlung hat die Notwendigkeit erkannt, die weitreichenden Folgen dieses Problems anzugehen und hat 2006 zum Jahr der Wüsten und der Wüstenbildung erklärt.

Am zehnten Jahrestag der Annahme der Konvention gratuliere ich allen Beteiligten zu ihren Erfolgen im vergangenen Jahrzehnt und ermutige sie, ihre Verpflichtungen gegenüber dieser Aufgabe zu bekräftigen. Ich freue mich darauf mit Regierungen, der Zivilgesellschaft, dem Privatsektor und internationalem Organisationen bei diesem wichtigen Thema auch künftig zusammenzuarbeiten und jeden Tag zu einem Tag zu machen, an dem wir daran arbeiten die Wüstenbildung einzudämmen und die Welt sicherer und nachhaltiger zu gestalten. 

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