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UNO-Generalsekretär Kofi A. Annan: "Freie und unabhängige Medien sind unverzichtbar für eine bessere Welt"

RUNIC/7

Erklärung zum Welttag der Pressefreiheit, 3. Mai 2004

NEW YORK, 29. April – Informationen sind ohne Zweifel eine Quelle der Macht. Diejenigen, die Zugang zu freien und unabhängigen Medien haben, besitzen mehr Optionen und können diese Informationen besser nutzen. Der Welttag der Pressefreiheit ist eine wichtige Erinnerung daran, welchen Beitrag Journalisten im Informationszeitalter spielen, besonders beim Schutz der Menschenrechte und der Förderung der Entwicklung.

An diesem Tag sollten wir uns auch an die Journalisten erinnern und ihnen Respekt bezeugen, die bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen sind oder gefangen genommen wurden. Das Kommittee zum Schutz von Journalisten (CPJ) dokumentiert die düsteren Fakten, denen Journalisten ausgesetzt sind. 2003 wurden 36 Journalisten getötet, mindestens 17 wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres umgebracht. Ihr Tod war die Folge ihrer Anstrengungen, uns Fakten zu schildern, Augenzeugen zu sein bei wichtigen Ereignissen und über neue Perspektiven zu berichten. Manche von ihnen wurden wegen ihrer Berichterstattung zu Opfern oder weil sie für ein bestimmtes Medium arbeiteten. Angaben des CPJs zufolge waren 136 Journalisten Ende 2003 inhaftiert weil sie ihren Beruf ausübten.

Die ständige Bedrohung der persönlichen und professionellen Integrität von Journalisten muss uns alle angehen, die wir auf die Medien als Mittler der freien Meinungsäußerung angewiesen sind. Oft ist dies auch der einzige Weg, um das Gewissen der Welt wach zu rütteln.

Bestimmte Ereignisse müssen nicht eimal unmittelbar bevorstehen oder traumatisch sein. Während der Irakkrieg für große Aufmerksamkeit bei Journalisten und Politikern sorgte, verdienen Kämpfe ganz anderer Art – die gegen Armut, Diskriminierung und Krankheiten – ebensolche Beachtung. Am letzten Welttag der Pressefreiheit fragte ich, weshalb manche Themen zu einer großen Berichterstattung führen, während andere, gleich wichtige Themen, kaum beachtet werden. Diese Frage ist noch immer relevant. Ebenso wie nicht erst der Zusammenbruch eines Staates zum Eingreifen der internationalen Gemeinschaft führen darf, darf es auch nicht erst zu einer großen Krise kommen müssen, bis darüber berichtet wird. Es gibt wichtige Themen über die berichtet werden sollte, sogar in friedlichen Zeiten. Über Dinge, die das tägliche Leben von Kindern, Frauen und Männern weltweit betreffen.

Lassen Sie uns am Welttag der Pressefreiheit unsere Verpflichtung gegenüber einer freien und unabhänggen Presse bekräftigen, die eine wichtige Voraussetzung für eine bessere und gerechtere Welt ist. Lassen Sie uns auch unser Möglichstes tun, damit Journalisten - die Männer und Frauen – die uns dabei helfen uns selbst und die Welt zu verstehen – fähig sind, ihrer wichtigen Arbeit in Sicherheit und ohne Angst nachzugehen. 

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