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Generalsekretär Kofi A. Annan: Erklärung zum 10. Jahrestag des Inkrafttretens der UNO-Klimarahmenkonvention, 21. März 2004

RUNIC/3

"Staaten müssen stärkeres Engagement beim Klimaschutz zeigen"

NEW YORK, 18. März – Zehn Jahre sind keine lange Zeit für ein Problem, dessen Auswirkungen in Jahrhunderten gemessen werden. Dennoch sind in dem Jahrzehnt, in dem die UNO-Klimarahmenkonvention in Kraft getreten ist, bedeutende Fortschritte erzielt worden.

Das Thema Klimawandel hat einen festen Platz auf der nationalen und internationalen Agenda. Es steht an der Spitze des Interesses von Medien und Öffentlichkeit und einer wachsenden Anzahl von Unternehmen. Institutionen und Prozesse sind eingerichtet worden, damit Regierungen ihre Aktionen koordinieren und die Ergebnisse messen können. An den jährlichen Konferenzen der Staaten, die Mitglieder der Konvention sind - zur Zeit sind es 188 - nehmen tausende Teilnehmer von Regierungen, Unternehmen, der Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen teil.

Die Konvention ist auch ein bedeutendes Signal für die Industrie neue Technologien zu entwickeln. Der Einsatz von Windkraft steigt, Verarbeitungsprozesse werden effizienter, Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb setzen sich auf dem Markt durch und Investitionen steigen, die den Gebrauch von Wasser- und Kohlenstoff fördern sollen. Der Finanzmechanismus der Konvention hat auch dafür gesorgt, dass fast zehn Milliarden US-Dollar in Projekte gegen den Klimawandel in arme Staaten fließen konnten. Sie sind am anfälligsten für die Folgen des Klimawandels.

Das Ziel der Konvention, den Ausstoß von Treibhausgasen der Industriestaaten bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 zurückzuführen, ist im ganzen erreicht worden. Allerdings ist in den meisten Staaten ein steigender Ausstoß von Treibhausgasen zu beobachten. Die Konzentrationen von Kohlendioxid – ein wichtiger Indikator für den Langzeiterfolg - ist im vergangenen Jahr um fünf Prozent gestiegen. Alle Staaten müssen größere Anstrengungen unternehmen, um die Emmissionen künftig zu reduzieren und die Industriestaaten müssen dabei eine Führungsrolle einnehmen. Dieser Jahrestag ist auch eine Gelegenheit, um zur Unterstützung für das Kyoto-Protokoll aufzurufen. Es ist ein großes Hindernis für das globale Handeln, dass das Protokoll noch nicht verabschiedet worden ist. Ich rufe erneut alle Staaten dazu auf, das Protokoll zu ratifizieren und damit zu zeigen, dass sie wirklich ihrer globalen Verantwortung gerecht werden wollen.

Der weltweite Kampf gegen den Klimawandel ist ein sehr bedeutendes Unterfangen, für das ausdauerndes globales Engagement und Visionen in den nächsten Jahrzehnten nötig sind. Die internationale Gemeinschaft sollte stolz darauf sein, was sie in dieser Frage bisher erreicht hat. Aber nur wenn diese Anstrengungen mit neuem Leben erfüllt werden, können die Menschen in größerer Sicherheit leben. Nur dann wird das Elend vermieden werden können, dass uns die führenden Wissenschaftler vorhersagen, wenn wir auf unserem bisherigen Kurs fortfahren. 

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