Dienstag, 21 November 2017
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„NAHRUNGSMITTELSICHERHEIT FÜR ALLE“ – EINE GLOBALE PARTNERSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG UND LANDWIRTSCHAFT

UNRIC/271

„NAHRUNGSMITTELSICHERHEIT FÜR ALLE“ –
EINE GLOBALE PARTNERSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG UND LANDWIRTSCHAFT


Hochrangiges Treffen in Madrid vom 26. - 27. Januar


(MADRID, 26. Januar). Führende Akteure der weltweiten Initiative, um den Nahrungsbedarf zu decken, Landwirtschaftssystem neu zubeleben und Investitionen zu steigern, werden auf der Konferenz „Nahrungsmittelsicherheit für Alle“ in Madrid erwartet. Den Vorsitz dieses Treffens werden UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und der spanische Ministerpräsident Rodriguez Zapatero übernehmen.

Auf der Tagesordnung stehen Gespräche über das künftige Vorgehen bei der Beseitigung des Hungers und über den umfassenden Rahmenaktionsplan, der Nahrungsmittelsicherheit, Landwirtschaft, Ernährung, sozialen Schutz, Märkte und Handel unter ein Dach bringen soll. Eine weitere und tiefere Partnerschaft als Impuls für das Angehen von Nahrungsmittelproblemen wird ebenso diskutiert werden wie die Einrichtung eines Fonds, um Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit zu verbessern und landwirtschaftliche Kleinbetriebe in den ärmsten Gegenden der Welt zu fördern.

Die Zahl der Unterernährten in der Welt ist nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) 2008 auf 963 Millionen gestiegen. Damit wird der Fortschritt untergraben, das erste Millenniumsentwicklungs-Ziel zu erreichen, Hunger und Armut zu beseitigen. Vertreter der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen, die zur Hochrangigen Arbeitsgruppe für die weltweite Nahrungsmittelkrise gehören, werden an dem Treffen vom 26. - 27. Januar teilnehmen, das mit Diskussionen zu technischen Details beginnen und mit einem Ministertreffen beendet werden soll.

Als Teilnehmer des Gipfels werden der Generaldirektor der FAO und stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Jacques Diouf, der Präsident des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD), Lennart Båge, die Exekutivdirektorin des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP), Josette Sheeran, UNICEF Exekutivdirektorin Ann Veneman, der Leiter der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD), Supachai Panikpadi, der geschäftsführende Direktor der Weltbankgruppe, Ngozi Okonjo-Iweala sowie der Koordinator der UNO-Arbeitsgruppe zur Nahrung, David Nabarro, erwartet.

Das hochrangige Treffen zur Nahrungsmittelsicherheit wird von der spanischen Regierung ausgerichtet. Es knüpft an den Nahrungsmittel-Gipfel vom Juni 2008 in Rom an. In der Erklärung von Rom vom 5. Juni haben 181 Staaten und die Europäische Gemeinschaft sich darauf verpflichtet, das Leid derjenigen zu lindern, die unter den steigenden Nahrungsmittelpreisen leiden. Sie haben weiterhin versprochen, landwirtschaftliche Entwicklung, die Produktion von Nahrungsmitteln sowie landwirtschaftliche Kleinbetriebe zu fördern. Die Länder verpflichteten sich außerdem dazu, Hindernisse für den Zugang zu Lebensmitteln und angemessener Ernährung zu beseitigen.

Als ein Teil der Reaktion der Vereinten Nationen auf die andauernde weltweite Nahrungsmittelkrise hat sich das Welternährungsprogramm vorgenommen, 100 Millionen Menschen in 77 Ländern mit Lebensmitteln zu versorgen. Zusätzlich zu der Versorgung mit Notrationen und der Unterstützung von Schulspeisungen, wird WFP sich um die Mangelernährung von Kindern kümmern, indem es verstärkt sehr nahrhafte Lebensmittel verteilen wird. Während des vergangen Jahres hat die FAO in über 80 Ländern technische Hilfe im Wert von ungefähr 600 Millionen US-Dollar geleistet, einschließlich der Verteilung von Saatgut, Werkzeugen, Ausrüstung, Düngemitteln sowie Impfstoffen und Futter für Tiere. Die FAO startet in das Jahr 2009 mit einem Budget für Projekte in Höhe von ungefähr einer Milliarde US-Dollar, das für Unterstützungsmaßnahmen verwendet werden soll. Die Organisation rechnet damit, dass ihre Ausgaben für Nothilfe und Wiederaufbau bis zu 500 Millionen US-Dollar erreichen werden.

Die Erfahrung des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) zeigt, dass in einigen Entwicklungsländern landwirtschaftliche Kleinbetriebe die Möglichkeiten ergriffen haben, die sich durch die Nahrungsmittelkrise geboten haben. Mit Hilfe ihrer Regierung, der Zivilgesellschaft und Entwicklungspartnern haben sie ihre Lebensmittelproduktion enorm gesteigert. Der IFAD-Beirat hat zugestimmt, dass 2008 bestehende Fonds von laufenden Projekten für Investitionen für Landwirtschaftsbetriebe in Höhe von bis zu 200 Millionen US-Dollar umgeschichtet werden. Damit entspricht der Fonds den Forderungen von Regierungen, landwirtschaftlichen Kleinbetrieben einen schnellen Zugang zu Investitionen und entsprechenden Dienstleistungen zu ermöglichen. Das Arbeitsprogramm im Jahr 2009 wird erwartungsgemäß neue Aufgaben in Höhe von über 700 Millionen US-Dollar enthalten. Die Weltbank hat bereits fast eine halbe Milliarde US-Dollar an 30 Länder aus ihrem 1,2 Milliarden US-Dollar schweren Nahrungmittelkrisen-Fonds ausgezahlt. Ungefähr 60 Prozent des Fonds wurde für Saatgut und Düngemittel für Landwirte für die kommende Saison ausgegeben. Dieses Jahr stehen weitere 700 Millionen US-Dollar für schnelle Hilfe bereit. Die Weltbank schätzt, dass sie dieses Jahr insgesamt fast vier Milliarden US-Dollar für neue Landwirtschaft und soziale Projekte bewilligen wird, um den Hungrigen zu helfen.

Weitere Informationen erhalten Sie wie folgt:

  • Über das Treffen: http://www.ransa2009.org
  • Über die hochrangige Arbeitsgruppe: http://www.un.org/issues/food/taskforce
  • TV-Material finden Sie auf unserer UNIfeed Webseite http://www.un.org/unifeed; beispielsweise ab dem 25. Januar Archivmaterial zum Thema Lebensmittelkrise
  • Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an Tim Wall von der Presseabteilung der UNO in New York, Telefonnummer +1 212 963 5851; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
  • Fragen zur IFAD beantworten Ihnen Nuria Felipe Soria, spanische Mobilfunknummer +34 647 208 657, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und Farhana Haque-Rahman, Telefon in Rom +39 06 5459 2485, mobile 39 335 737 4859, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
  • Fragen zur FAO beantwortet Ihnen Germán Rojas, spanische Telefonnummer + 34 91 347 1717 und Mobilfunknummer +34 671 649 955, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
  • Fragen zum WFP beantwortet Ihnen Brenda Barton, +39 06 6513, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
  • Fragen zur Weltbank in Spanien beantwortet Ihnen Julia Barrera, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , spanische Telefonnummer +34 61 713 6411, Mobilfunknummer +33 66 101 2728.

  

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