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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Landminen sind immer noch eine schwere Bedrohung“

UNRIC/281

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„Landminen sind immer noch eine schwere Bedrohung“

Erklärung zum Internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr und zur Unterstützung bei Antiminenprogrammen, 4. April 2009

BONN, 3. April 2009 (UNO-Informationszentrum) – Ich habe viele Länder besucht, die von Landminen besonders betroffen sind. Mir sind die Zerstörungen bekannt, die von diesen willkürlich zuschlagenden Waffen ausgehen. Sie behindern den Wiederaufbau, richten Umweltschäden an und verursachen auch noch Jahrzehnte nach einem Konflikt schmerzhafte Verletzungen und den Tod. Es mag sein, dass sich die jeweilige Situation vom Irak bis Sudan, vom Libanon bis Simbabwe und von Afghanistan bis zur Demokratischen Republik Kongo unterscheidet. Die Bedrohung für die Menschen bleibt jedoch gleich.

Trotz dieser gefährlichen Umstände riskieren Minenräumer bei der Entschärfung von Minen auf Feldern und Straßen ihr Leben. Während der letzten zwei Jahrzehnte haben die Vereinten Nationen mit Antiminenprogrammen mehr als 50 Gebiete und Länder erreicht. Die Minenspezialisten der Vereinten Nationen zählten zu den ersten internationalen Helfern, die die humanitäre Arbeit in Gaza wieder aufgenommen haben. Dort stellen explosive Überbleibsel der Kämpfe immer noch eine schwere Bedrohung dar.

Bei Minenprogrammen geht es nicht nur darum, die Waffen zu entschärfen. Gleichzeitig wird auch die Umgebung für Zivilisten sicher gemacht, es werden lokale Kapazitäten entwickelt und die Würde von Überlebenden durch Arbeitsmöglichkeiten und andere Reintegrationsprogramme wiederhergestellt.

Minenräumung bedeutet auch, sich an die entsprechenden rechtlichen Vorgaben zu halten. Sie schließen das Übereinkommen zum Verbot von Antipersonenminen, das Protokoll V zu explosiven Kampfmittelrückständen und das kürzlich angenommene Übereinkommen über Streumunition ein. Die zweite Überprüfungskonferenz des Minenverbot-Übereinkommens, die in diesem Jahr im kolumbianischen Cartagena stattfinden wird, ist eine Gelegenheit, die Unterstützung für den Vertrag und zur Antiminenpolitik überall auf der Welt zu bekräftigen.

Ich hoffe, dass die Welt eines Tages frei von den Bedrohungen sein wird, die von Landminen und explosiven Kampfmittelrückständen ausgehen. Wir müssen uns gemeinsam bemühen, dieses Ziel zu erreichen. Lassen Sie uns an diesem Internationalen Tag unsere Bereitschaft bekräftigen, diese lebensrettende Arbeit weiterzuführen.

 

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