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Bewässertes Land verliert Produktivität durch Vernässung und Versalzung

UNIC/589

Erklärung zum Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre - 17. Juni 2003

Bonn, 16. Juni 2003 - Während die Nachfrage nach Wasser bei einem errechneten Anstieg der Weltbevölkerung auf 9,2 Milliarden im Jahr 2050 steigen wird, werden 12 Millionen Hektar bewässertes Land in den Entwicklungsländern unter anderem durch Vernässung und einen zu hohen Salzgehalt ihre Produktivität verlieren.

Wasser und Wüstenbildung sind untrennbar miteinander verbunden, insbesondere in trockenen, halbtrockenen sowie subhumiden Gegenden, wo es nur eine begrenzte Menge an Wasserressourcen gibt und ihre Nutzung aufgewogen wird mit einem gewünschten Anstieg der landwirtschaftlichen Entwicklung. Deshalb ist Wasser so entscheidend für die Erhaltung des Lebens und des ökologischen Gleichgewichts. Es ist eine unentbehrliche Ressource für soziale und wirtschaftliche Entwicklung und notwendig für die Beseitigung von Armut. Daher ist das Management von Wasserressourcen zwingend erforderlich, um sowohl Armut als auch Wüstenbildung zu bekämpfen.

Die Verringerung der Bodenqualität beeinträchtigt die Wasservorkommen. Auch verändert sie die Fließrichtung der Flüsse und Ströme, was zu Überflutung, einem Absinken des Grundwasserspiegels, Wasserverschmutzung und Versalzung führen kann.

Als ein Resultat, nahm die Größe an anbaufähigem Land pro Person von 0,32 Hektar pro Person in den Jahren 1961- 63 auf 0,21 Hektar in den Jahren 1997- 99 ab. Sie wird voraussichtlich bis 2030 auf 0,16 Hektar sinken, was eine ernsthafte Bedrohung für die Nahrungssicherheit darstellt.

In Anbetracht der Wichtigkeit des Wassers hat das Abkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung die Arbeit auf globaler und regionaler Ebene aufgenommen. Es hat das thematische Netzwerkprogramm (TPNs) für Wasser in Afrika und Asien in den Jahren 2000 und 2002 initiiert, um genau dieses Problem anzugehen. In Lateinamerika und der Karibik wird es gerade entwickelt. Diese Netzwerke zielen auf die Unterstützung eines Austausches von technischen Informationen und Wissen bezüglich integriertem Wasserressourcenmanagement für die Förderung von effizienten Technologien, der Kalkulation von Wasserpreisen und gezielten Subventionen sowie dem Aufbau institutioneller Kapazitäten. Als Ergebnis wurden schon jetzt viele Bewässerungsmodelle identifiziert und zur Nachahmung und gemeinsamen Nutzung bereitgestellt.

"Diese Initiativen werden uns nicht nur helfen im Kampf gegen Wüstenbildung und Dürre und somit auch gegen die Armut. Sie werden uns auch näher bringen an die in der Millenniumserklärung und dem Gipfel von Johannesburg gesetzten Ziele, um somit die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben, bis 2015 zu halbieren," sagte Hama Arba Diallo, Exekutivsekretär des Abkommens.
Das Management von Wasserressourcen und die Wüstenbildung werden Themen des diesjährigen Welttags zur Bekämpfung der Wüstenbildung und Dürre sein, der am 17. Juni weltweit begangen wird. Dieser Tag wurde im Dezember 1994 von der Generalversammlung als Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre bestimmt, um an die Annahme des Abkommens zu erinnern, die an diesem Tag vor neun Jahren getroffen wurde. Er wird jedes Jahr weltweit gefeiert und dient als Gelegenheit, das öffentliche Bewusstsein zu stärken und den politischen Einsatz im Kampf gegen die Wüstenbildung zu erneuern.

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