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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Mädchen und Frauen müssen stärker gefördert werden“

UNRIC/296
6. Juli 2009

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„Mädchen und Frauen müssen stärker gefördert werden“

Erklärung zum Weltbevölkerungstag, 11. Juli 2009

BONN, 6. Juli (UNO-Informationszentrum) -  Inmitten der schlimmsten globalen Wirtschaftskrise seit Generationen müssen wir die effektivsten Wege finden, um die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen. Die beste Lösung dafür ist gleichzeitig auch der diesjährige Schwerpunkt des Weltbevölkerungstags: Frauen und Mädchen zu fördern.

In Zeiten sinkender Budgets bedroht die Krise den hart erarbeiteten Fortschritt bei der Verbesserung des Gesundheitswesens und der Armutsbekämpfung. Wenn das Haushaltseinkommen sinkt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Mädchen die Schule abbrechen. Wenn Gewinne ausbleiben, verlieren vor allem Frauen ihre Arbeit und damit ihre Einkommensquelle. Wenn die Gesundheitssysteme zusammenbrechen, setzen sich Frauen dem Risiko einer Geburt ohne lebensrettende Maßnahmen aus.

Schon vor der Krise ist jede Minute eine Mutter in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gestorben. Dies betrifft vor allem Frauen in Entwicklungsländern, die durch die Krise noch weiter verarmen.

Es lohnt sich bekanntermaßen, in die Ausbildung junger Mädchen zu investieren. Wenn Mädchen besser ausgebildet sind, erhalten sie höhere Löhne und bessere Stellen. Sie bekommen weniger, dafür aber gesündere Kinder und haben eine sicherere Geburt.

In die Gesundheit von Frauen zu investieren, insbesondere in die reproduktive Gesundheit, rettet nicht nur das Leben einer halben Million Mütter. Gleichzeitig können so geschätzte 15 Milliarden US-Dollar zusätzlich durch gesteigerte Produktivität eingenommen werden. 15 Jahre nach der Internationalen Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung müssen wir unsere Maßnahmen verstärken, um bis 2015 allen Frauen den Zugang zu reproduktiven Gesundheitsdiensten zu ermöglichen.

An diesem Weltbevölkerungstag rufe ich Entscheidungsträger dazu auf, Frauen dabei zu unterstützen, ihr eigenes Einkommen zu verdienen, ihre Kinder in die Schule zu schicken und Informationen über reproduktive Gesundheit und Dienstleistungen – einschließlich der freiwilligen Familienplanung -  zu nutzen. Lassen Sie uns gemeinsam die Rechte von Frauen und Mädchen fördern und sie als produktive Mitglieder unserer Gesellschaft unterstützen, die zum wirtschaftlichen Aufschwung und Wachstum beitragen. Es gibt keine bessere Investition, weder heute noch zu einem anderen Zeitpunkt.

 

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