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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Gewalt gegen Frauen bedroht Entwicklungsfortschritte“

UNRIC/308b

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

„Gewalt gegen Frauen bedroht Entwicklungsfortschritte“

Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen,

25. November 2009

BONN, 23. November 2009 (Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen) – Seit die Generalversammlung der Vereinten Nationen vor zehn Jahren den 25. November zum ersten Mal als Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen bestimmt hat, sind große Fortschritte erzielt worden. Die Zahl der Menschen steigt, die sich dafür einsetzen, dass die entsetzliche Verletzung der Menschenrechte von Frauen angegangen oder verhindert wird. Auch Männer und Jungen engagieren sich. Außerdem wurden bedeutende Fortschritte auf Regierungsebene erzielt. Viele Staaten haben Gesetze eingeführt und umfassende Aktionspläne entworfen.

Trotzdem liegt noch viel Arbeit vor uns. Noch immer sorgen Gewaltakte an Frauen und Mädchen in allen Ländern der Welt für großes Leid. Derartige Gewalttaten untergraben bereits erzielte Entwicklungsfortschritte, erzeugen Instabilität und erschweren die Bemühungen erheblich, Frieden zu schaffen. Wir müssen Gewalt gegen Frauen ahnden und konkrete Schritte gegen die Straflosigkeit von Tätern unternehmen. Wir müssen Überlebenden Gehör schenken und sie unterstützen.

Das Ziel liegt klar vor Augen: Diesen inakzeptablen Straftaten muss ein Ende gesetzt werden – ob es der Einsatz von Vergewaltigungen als Kriegsmittel ist, häusliche Gewalt, Frauenhandel, sogenannte „Ehrenmorde“ oder Genitalverstümmlungen. Diese Taten müssen der Vergangenheit angehören. Es ist unbedingt erforderlich, die Wurzeln der Gewalt zu bekämpfen, indem wir Diskriminierung beseitigen und die geistige Haltung verändern, die sie am Leben erhält.

Die im letzten Jahr von mir initiierte Kampagne „UNiTE to End Violence Against Women“ wird vom gesamten UNO-System gefördert. Die Initiative fordert alle Länder dazu auf, bis zum Jahr 2015 effektive Gesetze zu erlassen, weit reichende Aktionspläne umzusetzen, präventive Maßnahmen zu ergreifen, Datenbanken einzurichten und systematisch gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten vorzugehen. Ich lade alle Regierungen, Organisationen und Einzelpersonen dazu ein, uns bei der Kampagne aktiv zu untertstützen. Außerdem habe ich ein Informationsnetzwerk für männliche Führungskräfte entwickelt, um das Projekt besser zu fördern.

Frauen halten auf der ganzen Welt Familien, Gemeinschaften und Nationen zusammen. Lassen Sie uns an diesem Internationalen Tag nochmals bekräftigen, die Menschenrechte von Frauen zu achten. Wir müssen mehr Ressourcen zur Verfügung stellen, um diese Gewalt zu bekämpfen. Lassen Sie uns alles unternehmen, um diesen entsetzlichen Angriffen ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

Kontakt: Arne Molfenter, Information Officer, Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC), Verbindungsbüro in Deutschland, UN Campus, Herrmann-Ehlers-Str. 10, 53113 Bonn, Tel.: +49 228 815-2773 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

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