Donnerstag, 23 November 2017
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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Immer weniger Flüchtlinge können in ihre Heimat zurückkehren“

UNRIC/326

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:
 
„Immer weniger Flüchtlinge können in ihre Heimat zurückkehren“
 
Erklärung zum Weltflüchtlingstag, 20. Juni 2010
 

 
BONN, 16. Juni 2010 (UNO-Informationszentrum) – An diesem Weltflüchtlingstag müssen wir einen beunruhigenden Trend feststellen: Immer weniger Flüchtlinge können in ihre Heimat zurückkehren.
 
Im Jahr 2005 kehrten mehr als eine Million Menschen freiwillig in ihre Heimatländer zurück. Im vergangenen Jahr taten dies nur 250.000 – die geringste Zahl in den letzten 20 Jahren. Gründe sind unter anderem die anhaltende Instabilität in Afghanistan, der Demokratischen Republik Kongo und im südlichen Sudan.
 
Das Thema des diesjährigen Welttages – “Heimat“ – betont die Notlage von weltweit 15 Millionen Flüchtlingen, von denen drei Viertel in Entwicklungsländern leben und die ihre Heimat aufgrund von Konflikten oder Verfolgung verlassen mussten.
 
Die schnelle Verstädterung führt dazu, dass viele von ihnen nicht mehr in einem überfüllten Zeltlager einer humanitären Organisation leben, sondern in einem selbst gebauten Unterschlupf in einem Slum am Stadtrand.
 
Während diese Städte in den Entwicklungsländern rasant wachsen, gehören Flüchtlinge zu ihren verwundbarsten Bewohnern. Sie müssen um die grundlegenden Dinge wie sanitäre Anlagen, Gesundheitsvorsorge und Bildung kämpfen. Die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise steigern das Risiko, ausgegrenzt zu werden und noch tiefer ins Elend zu rutschen.
 
Als humanitäre Gemeinschaft müssen wir unsere Politik auf diese veränderten Bedürfnisse einstellen. Dafür müssen wir mit den Regierungen vor Ort eng zusammenarbeiten, und uns intensiv bemühen, Konflikte zu lösen, damit Flüchtlinge nach Hause zurückkehren können.
 
Lassen Sie uns am Weltflüchtlingstag die Bedeutung von Solidarität und Lastenteilung durch die internationale Gemeinschaft betonen. Flüchtlinge wurden ihrer Heimat beraubt, aber sie dürfen nicht ihrer Zukunft beraubt werden.

 

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