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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon -- Erklärung zum Internationalen Frauentag

UNRIC/342

UNO-GENERALSEKRETÄR BAN KI-MOON

ERKLÄRUNG ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG

8. März 2011

BONN, 08. März 2011 (UNO-Informationszentrum): Vor einhundert Jahren, als die Welt den ersten Internationalen Frauentag beging, waren Geschlechtergleichstellung und die Förderung der Frauen größtenteils radikale Ideen. Zu diesem hundertsten Jahrestag feiern wir den signifikanten Fortschritt, der durch entschlossenes Eintreten, praktische Taten und visionäres Handeln erreicht wurde. Dennoch sind in zu vielen Ländern und Gesellschaften Frauen noch immer Bürgerinnen zweiter Klasse.

Obwohl sich die Kluft zwischen den Geschlechtern bei der Bildung schließt wird immer noch vielen Mädchen der Zugang zu Schulen verwehrt. Zu viele verlassen die Schule vorzeitig, mit geringen Qualifikationen und wenig Möglichkeiten. Frauen und Mädchen erfahren Diskriminierung und Gewalt, oft von Partnern oder Verwandten. Zu Hause und in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft bedeut weiblich sein zu oft auch angreifbar sein. Und in vielen Konfliktgebieten wird sexuelle Gewalt gezielt und systematisch angewandt, um Frauen und ganze Gemeinschaften einzuschüchtern.

Meine UNiTE-Kampagne zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen arbeitet gemeinsam mit dem Netzwerk männlicher Führungskräfte für ein Ende der Straflosigkeit. Die internationale Entschlossenheit, sexuelle Übergriffe in Konflikten zu bestrafen und zu verhindern, wächst. Die Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit muss umgesetzt werden. Frauen müssen in alle wichtigen Entscheidungen der Friedensschaffung und Friedenserhaltung mit eingebunden werden.

Ein anderer Bereich, in dem es dringend einen signifikanten Fortschritt geben muss, ist die Gesundheit von Frauen und Kindern. Der Gipfel zu den Millenniumsentwicklungszielen im September 2010 erkannte die Wichtigkeit dieses Themas. Für die kommenden vier Jahre haben die Mitgliedstaaten ihre Unterstützung für meine globale Strategie, zur Verbesserung der Gesundheit von Frauen und Kindern, zugesagt.

Immer mehr Frauen nehmen ihren rechtmäßigen Sitz in den Parlamenten ein. Dennoch sind Frauen in vielen Bereichen unterrepräsentiert. Eine UNO-Initiative – Prinzipien zur Förderung von Frauen, die von mehr als 130 großen Unternehmen angenommen wurde – zielt auf die Beseitigung dieser Ungleichheit ab.

Der diesjährige Internationale Frauentag fordert den gleichen Zugang zu Bildung, Ausbildung sowie Wissenschaft und Technologie. Zugang zu moderner Technologie, unterstützt durch Bildung und Ausbildung, kann Frauen helfen, den Kreis der Armut zu durchbrechen und ihre Rechte auszuüben.

Mit der Einrichtung der UNO-Einheit für Geschlechtergleichstellung und zur Förderung der Frauen – UN Women  (UN-Frauen) – unterstreichen wir unsere Absicht, die Umsetzung dieser Agenda zu vertiefen. Nur durch die volle und gleichwertige Teilhabe der Frauen in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens können wir die nachhaltige, friedliche und gerechte Gesellschaft, die in der Charta der Vereinten Nationen versprochen wurde, erreichen. 

 

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