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Generalsekretär Kofi A. Annan: Durch Tuberkulose sterben jährlich zwei Millionen Menschen

UNIC/577

Erklärung zum Welttuberkulosetag, 24. März 2003

NEW YORK, 21. März - Weltweit sterben mehr Menschen an Tuberkulose (TB) als an irgend einer anderen heilbaren Infektionskrankheit. TB tötet jährlich etwa zwei Millionen Menschen, davon 98 Prozent in Entwicklungsländern. Ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit dem TB-Bazillus infiziert.

Trotz der Ausweitung der Epidemie wurde TB lange Zeit von der internationalen Gebergemeinschaft vernachlässigt. 1990 war die Summe externer Entwicklungshilfe zur Bekämpfung der Krankheit auf magere 16 Millionen US-Dollar jährlich gesunken.

Dies veranlasste die Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tuberkulose zum globalen Krisenfall zu erklären. Diese Erklärung vor zehn Jahren war die erste dieser Art in der Geschichte der WHO. Sie erzeugte viel Aufmerksamkeit und führte zu entscheidendem Fortschritt auf einer Reihe von Gebieten. Etwa zehn Millionen Tuberkulosepatienten wurden erfolgreich unter der DOTS-Strategie (Directly Observed Therapy Short-Course) behandelt, einer der kosteneffektivsten öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen der Welt. Durch sie wurden nicht nur zahlreiche Leben gerettet, sondern auch die unaufhörliche Ausbreitung von TB vermindert.

Bereits 155 Länder haben die DOTS-Strategie anerkannt und umgesetzt, etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung profitieren davon. Die WHO gründete im Jahr 2000 die Globale Partnerschaft gegen TB, die schon bald 250 Mitgliedorganisationen umfasste. Diese koordinieren ihre Arbeit durch Arbeitsgruppen zur Ausweitung von DOTS, zu TB/HIV-Ko-Infektionen, multi-resistenter TB sowie zur Erforschung neuer Diagnostik, Medikation und Impfung. Seit ihrer Gründung im März 2001 hat die Globale Medikationseinrichtung, die universalen Zugang zu Medikamenten gegen TB gewährleisten will, Entwicklungsländern Subventionen für die Behandlung von 1,8 Millionen Patienten zugesagt. Der globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, der ebenfalls 2001 eingerichtet wurde, soll dringend benötigte finanzielle Unterstützung und Public Private Partnerships generieren.

Vielleicht ist der Globale Plan gegen TB auf diesem Gebiet die bedeutendste Errungenschaft der jüngsten Zeit: Ein Meilenstein, der eine klare Strategie mit jährlichen Zielen vorgibt, Beiträge spezifiziert und messbare Erfolge verlangt, um die TB-Rate bis 2010 verglichen mit den Raten aus dem Jahr 2000 zu halbieren.

Derartiger Fortschritt weckt Hoffnung, doch gibt es nur wenig Anlass sich zurückzulehnen. Tatsächlich stellt die HIV/Aids-Epidemie eine ernsthafte Gefährdung weiterer Erfolge im Kampf gegen TB dar, weil Menschen mit Tuberkulose anfälliger für Folgekrankheiten sind.

Tuberkulose kann kontrolliert werden, man kann sie heilen und Vorbeuge treffen. Lassen Sie uns am Welttuberkulosetag versprechen, die DOTS-Programme zu stärken und auszubauen, um die globalen Ziele zu erreichen, 70 Prozent aller infektiösen TB-Fälle auszumachen und 85 Prozent der Fälle zu heilen, die bis 2005 festgestellt werden.

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