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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Welttag der Pressefreiheit, 3. Mai 2011

UNRIC/345

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

Erklärung zum Welttag der Pressefreiheit, 3. Mai 2011

 

BONN, 2. Mai 2011 (UNO-Informationszentrum) – Wenn Regierungen ihre Bürger unterdrücken und sich selbst vor jeglicher Überprüfung abschirmen, ist Pressefreiheit eines der wichtigsten Mittel, Vergehen aufzuzeigen und das öffentliche Vertrauen aufrecht zu halten.

Die Wurzeln des Welttages der Pressefreiheit liegen bei den afrikanischen Journalisten, die nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende der Medienzensur in Osteuropa ähnliche Bewegungen auf ihrem Kontinent initiierten. Sie arbeiteten mit der UNESCO für die Organisation eines Seminars im Jahr 1991, das zur historischen Windhoek-Deklaration für freie und unabhängige Medien führte und die UNO-Generalversammlung zwei Jahre später zur Ausrufung dieses Welttages inspirierte. Heute demonstrieren die Völker in Nordafrika und dem Nahen Osten für ihre demokratischen Rechte und Freiheiten.

Das Motto des diesjährigen Tages “Neue Grenzen, neue Barrieren“ unterstreicht die dramatische Veränderung der globalen Medienlandschaft. Neue Medien und Möglichkeiten verleihen dem Einzelnen mehr Macht, erleichtern das Sammeln von Nachrichten und beleuchten die einst versteckten Aktivitäten von Regierungen, Unternehmen und der Industrie.

Dennoch gibt es neben diesen Vorteilen auch die alten Herausforderungen wie die Nutzung der Medien zur Verbreitung von Hass und der Anstiftung zu Gewalt. Es gibt auch unbestreitbare neue Barrieren, die von Staaten ausgehen, einschließlich der Cyber-Überwachung, digitaler Belästigung und Zensur im Internet. Dem Ausschuss zum Schutz der Journalisten zufolge wurden 2010 sechs Journalisten getötet, die hauptsächlich online gearbeitet hatten. 2008 waren zum ersten Mal mehr Online-Reporter in Haft als jene, die für traditionelle Medien arbeiteten.

Lassen Sie uns am Welttag der Pressefreiheit an die Journalisten, Redakteure und anderen Medienvertreter erinnern, die in Ausübung ihres Berufes getötet wurden. Die Vereinten Nationen stehen weltweit auf der Seite verfolgter Journalisten

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