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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung, 17. Juni 2011

UNRIC-Pressemitteilung Nr. 346

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

Erklärung zum Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung, 17. Juni 2011

BONN, 14. Juni 2011 (UNO-Informationszentrum) – Menschen, die in trockenen Gebieten leben, die über 40 Prozent unseres Planeten ausmachen, gehören zu den ärmsten Menschen der Welt und sind am stärksten von Hunger bedroht. Häufig müssen sie unfruchtbares Land nutzen, dessen Ertrag nicht einmal das Existenzminimum ermöglicht. Im Zuge der internationalen Bemühungen, die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen, verdienen diese „vergessenen Milliarden“ Männer, Frauen und Kinder, die diesen Herausforderungen gegenüberstehen, besondere Aufmerksamkeit.

Zeitgleich mit dem diesjährigen Internationale Tag zur Bekämpfung der Wüstenbildung wird 2011 das Internationale Jahr der Wälder begangen. Es wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen, um die internationale Gemeinschaft auf den Wert der Wälder und auf die extrem negativen sozialen, wirtschaftlichen und umwelttechnischen Folgen aufmerksam zu machen, wenn Waldflächen verloren gehen. Besonders in Trockengebieten sind Wälder und Buschland das Rückgrat des Ökosystems.

42 Prozent der tropischen und subtropischen Wälder der Erde sind Trockenwälder. Nicht nachhaltige Landbewirtschaftung und Ackerbau sind eine wesentliche Ursache für ihren Abbau – und ebenso für Landverödung und Wüstenbildung, die unmittelbar darauf folgen. Unglücklicherweise werden sich viele Gesellschaften und Institutionen der Bedeutung von Trockenwäldern für das Wohlbefinden und den Wohlstand der Gesellschaft erst dann bewusst, wenn dieses Ökosystem geschädigt ist.

Die Bewirtschaftung, Erhaltung und nachhaltige Entwicklung von Trockenwäldern sind für die Bekämpfung der Wüstenbildung essenziell. Die derzeitige Begrünung der Sahelzone und andere Erfolgsgeschichten weltweit zeigen, dass es durch Forstwirtschaft und andere nachhaltige Praktiken möglich ist, abgetragenes Land zurück zu gewinnen. Diese Maßnahmen müssen wir intensivieren und ihre Ergebnisse bekannt machen.

Durch Programme unter Führung der UNO-Klimarahmenkonvention, wie REDD Plus oder den Fonds für Grünes Klima, wird der Umgang mit den Folgen des Klimawandels in Trockengebieten langfristig verbessert. Zu häufig wurden Investitionen in Trockengebiete als unproduktiv oder riskant betrachtet, obwohl sie notwendig sind, um lokale Gemeinschaften und nationale Wirtschaftssysteme zu stärken.

Im September wird die Generalversammlung vor ihrer 66. Sitzungsperiode ein hochrangiges Treffen zur Wüstenbildung, Landverödung und Dürre einberufen. Im kommenden Jahr werden die Staats- und Regierungschefs zur Rio+20 Konferenz für nachhaltige Entwicklung zusammenkommen. Ich appelliere an alle Regierungen und ihre Partner dieses Ereignis zu nutzen und den Fokus auf die Lösung dieser dringenden Herausforderung der nachhaltigen Entwicklung zu legen.

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