Mittwoch, 22 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag der Unterstützung der Opfer der Folter

UNRIC-Pressemitteilung Nr. 347

 

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:


„Folter ist niemals zu rechtfertigen“

Erklärung zum Internationalen Tag der Unterstützung der Opfer der Folter; 26. Juni 2011

 
BONN, 24. Juni 2011 (UNO-Informationszentrum) – Folter ist ein brutaler Versuch, die Würde und den menschlichen Wert einer Person zu zerstören und sie dient auch als Kriegsmittel. Am Internationalen Tag der Unterstützung der Opfer der Folter ehren wir die Männer und Frauen, die gelitten haben und ihr Martyrium mit Mut und innerer Stärke erduldet haben. Wir trauern um jene, die nicht überlebt haben.

Staaten müssen wirksame juristische Maßnahmen ergreifen, um Folter in ihrem Hoheitsgebiet zu verhindern. Es darf keine Ausnahmen geben – weder Kriegszustand, Kriegsgefahr, innenpolitische Instabilität, noch irgendein anderer öffentlicher Notstand oder eine nationale Sicherheitslage.

Nach Folter zu einem normalen Leben zurückzukehren, ist schwierig. Der UNO-Treuhandfonds für Folteropfer hilft Einzelpersonen und Organisationen auf der ganzen Welt, physische und psychologische Schmerzen zu lindern, zerstörten Leben einen Neubeginn zu ermöglichen und das Recht auf Wahrheit und Gerechtigkeit durch einen Rechtsbeistand zu ermöglichen.

Ich danke jenen Regierungen und Spendern, die diese Hilfe möglich machen und rufe alle Mitglieder der internationalen Gemeinschaft auf, den Fonds zu unterstützen. Ich spreche auch den vielen Einzelnen und Organisationen Lob aus, die die Folteropfer und ihre Familien medizinisch, rechtlich und sozial unterstützen.

Das kürzlich in Kraft getretene Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen ist ein willkommener Zusatz zu den internationalen Menschenrechtsgesetzen, da das Verschwindenlassen eine weitere Form der Folter ist.

Ich appelliere an alle Mitgliedstaaten, dem UNO-Sonderberichterstatter für Folter vollen und ungehinderten Zugang zu allen Orten zu gewähren, an denen Menschen ihrer Freiheit beraubt werden. Ich fordere ebenso alle Staaten, die das Übereinkommen gegen Folter noch nicht ratifiziert haben, auf, dies zu tun und individuelle Beschwerden von Opfern in ihrem Rahmen zuzulassen. Folter und andere Formen von grausamer, erniedrigender und unmenschlicher Behandlung und Bestrafung, wo immer sie vorkommen und ungeachtet aller Umstände, können niemals gerechtfertigt werden.

* * * * *


 

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab März 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front