Donnerstag, 23 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

Welternährungstag am 16. Oktober

Hilfslieferung des UNO-WelternährungsprogrammsUNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

Erklärung zum Welternährungstag am 16. Oktober 2011

Mehr als 13 Millionen Menschen am Horn von Afrika sind zurzeit von der schlimmsten Dürreperiode seit mehr als 60 Jahren betroffen. In weiten Landstrichen im Süden Somalias herrscht eine verheerende Hungersnot. Dennoch muss eine Dürre nicht zwangsläufig zu einer Hungersnot führen. Es darf nicht zugelassen werden, dass auf Grund von politischem Versagen oder durch die Behinderung von Nahrungsmittellieferungen durch die Al-Shabaab Menschen an Hunger leiden.

 

Die Hungersnot am Horn von Afrika stellt nur einen kleinen Teil einer globalen Bedrohung dar. Obwohl weltweit genügend Nahrung für alle Menschen produziert wird, leiden mehr als eine Milliarde Menschen an Hunger. Ich appelliere an die politischen Führer der reichen und armen Länder zugleich, notwendige Energie und Ressourcen in den Kampf gegen den Hunger zu investieren. Nur so kann das Millenniumsentwicklungsziel erreicht werden, extreme Armut und Hunger zu bekämpfen. Kleinbauern müssen belastbarer werden und es muss ein Sicherheitsnetz entwickelt werden, um die Bedürftigsten zu schützen.

Ein Schwerpunkt dieses Welternährungstages ist das Problem der Preisschwankungen. Für die Ärmsten der Welt, die bis zu 80 % ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, hat das katastrophale Auswirkungen. Mehr als 80 Millionen Menschen wurden 2007 und 2008 durch die Inflation der Lebensmittelpreise in Hunger und Armut gestürzt. Durch den jüngsten Anstieg der Lebensmittelpreise sind weitere 70 Millionen Menschen in extreme Armut geraten.

Die Verbindung zwischen Armut, Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung muss gebrochen werden. Durch die Preisschwankungen verarmte Familien müssen zusehen, wie Geist und Körper ihrer Kinder auf Grund von Mangelernährung dauerhaft Schaden nehmen. Die Kinder können nicht mehr in die Schule gehen, sondern müssen arbeiten. Die Eltern müssen aus Not ihr Nutzvieh schlachten, um die Familie zu ernähren. Eine Lösung dieser Situation bieten politische Strategien wie die „Scale Up Nutrition"-Bewegung, um eine ausreichende Lebensmittelversorgung zu gewährleisten.

Diesen Monat wird die Weltbevölkerung auf mehr als sieben Milliarden Menschen wachsen. Die Welt hat das Wissen und die Ressourcen, dem Hunger ein Ende zu setzen. Wir haben das Werkzeug, um die Ärmsten vor den Folgen steigender Preise zu schützen. Lassen Sie uns diese jetzt nutzen, um den Hunger zu besiegen.

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab März 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front