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UN-Weltjugendbericht: Jugend sorgt sich um Jobaussichten und fordert Investitionen

UNRIC, 6. Februar 2012 - Junge Menschen auf der ganzen Welt machen sich Sorgen über den Mangel an Arbeitsmöglichkeiten. Sie fordern Investitionen in diesem Bereich, ergibt der neueste Weltjugendbericht der Vereinten Nationen.

Als Folge der Wirtschaftskrise war die weltweite Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2009 auf Rekordhöhe gestiegen. 75,8 Millionen Jugendliche waren arbeitslos.

„Heute haben wir die größte Generation an jungen Menschen, die die Welt jemals gesehen hat", sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. „Sie fordern ihre Rechte ein und wollen eine stärkere Stimme im wirtschaftlichen und politischen Leben. Die UNO muss sich bemühen, wie niemals zuvor, um einen neuen sozialen Auftrag zu erfüllen und ein Wirtschaftswachstum mit vielen Arbeitsplätzen zu schaffen. Lassen Sie uns mit den jungen Leuten beginnen."

Zum ersten Mal besteht das Herz des Berichts aus Beiträgen von jungen Leuten aus aller Welt, unter dem Titel „Beschäftigung von Jugendlichen: Perspektiven für Jugendliche auf der Suche nach menschenwürdiger Arbeit in wechselhaften Zeiten". Die Beiträge wurden innerhalb einer umfangreichen Onlinebefragung gesammelt. Der Bericht wird von der UNO-Hauptabteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (UNDESA) veröffentlicht. Er beschreibt außerdem die Situation von jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt und die Entwicklung der Beschäftigungszahlen bei Jugendlichen.

Junge Menschen und Vertreter von Jugendorganisationen waren dazu aufgerufen, ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Empfehlungen über digitale und Social-Media-Plattformen zu teilen. Themen waren die Vorbereitung, der Start und das Aktivsein auf dem Markt der Erwerbstätigen. Insgesamt wurden innerhalb von vier Wochen 1100 Beiträge (sowie Fotos und Videos) von jungen Menschen aus der ganzen Welt eingeschickt.

Der Bericht zeigt, dass junge Menschen besorgt um die Qualität und Relevanz ihrer Ausbildung sind, wie z.B. Amadou, ein 24jähriger Mann aus dem Senegal: „Heute sollte es einfacher sein, einen Job zu finden, weil unsere Generation am besten ausgebildet ist. Aber die angebotene Ausbildung und die Bedürfnisse am Arbeitsmarkt passen nicht zusammen." Andere Themen der Beunruhigung sind Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitskräftewanderung, späte Hochzeit, Stadt-Land-Gefälle sowie Alters-, Geschlechter- und Rassendiskriminierung.

Aber Möglichkeiten, die sich aus grünen Jobs, neuen Technologien und Existenzgründung ergeben, lassen junge Menschen hoffen. Sie wissen, dass Eigeninitiative und Optimismus wichtig sind, um einen angemessenen Job zu finden. Leo, 28 Jahre alt, aus Spanien, drückt sich so aus: „Wir müssen erneuern, riskieren, schaffen und suchen."

Innerhalb der Befragung hatten die Teilnehmer auch die Möglichkeit, sich online mit der UNO-Jugendpreisträgerin Monique Coleman und Ronan Farrow, dem Sonderberater zu globalen Jugendthemen für Außenministerin Hillary Clinton, über eigene Erfahrungen und Ratschläge auszutauschen.

Der Bericht ist auf Englisch zu finden unter www.unworldyouthreport.org. Dort können sich Leser erstmals über ihre Meinungen austauschen.

WICHTIG: Am 6. Februar findet von 13.15 Uhr bis 14.45 Uhr (deutsche Zeit: 19.15 Uhr bis 20.45 Uhr) eine Podiumsdiskussion über die Jobsituation von Jugendlichen statt (NLB Conference Room 7 im UNO-Hauptsitz in New York). Dort wird der Bericht vorgestellt.

Pressekontakte

Mélanie Prud'homme, UN Department of Public Information, Tel: 917-367-3541, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Charlotte Scaddan, UN Department of Public Information, Tel: 917-367-9378, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Verfügbare Interviewpartner

Frau Yasmyn Camier, 24 Jahre alt, Guadeloupe (Englisch, Französisch), Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Herr Emad Karim, 28 Jahre alt, Ägypten (Englisch, Arabisch), Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Frau Ayshah Maende, 27 Jahre alt, Kenia (Englisch, Suaheli), Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Podiumsdiskussion

Montag, 6. Februar, 13.15 Uhr bis 14.45 Uhr (deutsche Zeit: 19.15 Uhr bis 20.45 Uhr)

NLB Conference Room 7 im UNO-Hauptsitz in New York.

Frau Susana Vaz Patto, Ständige Vertretung Portugals bei den Vereinten Nationen

Frau Gail Gershon, Gemeinschaft Gap Inc.

Frau Yasmyn Camier, Mitwirkende am Weltjugendbericht

Die Veranstaltung kann live auf Twitter verfolgt werden: @UNpYouth

Fragen an das Podium können unter #unwyr gestellt werden.

Um an der Veranstaltung teilzunehmen registrieren Sie sich bitte unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Für eine UNO-Medienakkreditierung besuchen Sie bitte: un.org/en/media/accreditation

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