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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag der Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen, 29. Mai 2014


BONN, 29. Mai (UNRIC) – Die Friedenssicherung der Vereinten Nationen hat eine lange und stolze Geschichte. Seit ihrer Gründung im Jahr 1948 haben mehr als eine Million Friedenssicherer in mehr als 70 Einsätzen auf vier Kontinenten gedient. Wir können auch in Zukunft zuversichtlich sein, dass die Friedenssicherung der UNO den neuen Herausforderungen gerecht werden wird.


Heute dienen mehr als 116.000 UN-Mitarbeiter aus mehr als 120 Ländern in 16 Friedenssicherungseinsätzen. Unter großem, persönlichem Risiko helfen die Militär-, Polizei- und zivilen Mitarbeiter, Kommunen zu stabilisieren, Zivilisten zu schützen sowie Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte zu fördern. Vergangenes Jahr kamen 106 Friedenssicherer bei der Ausübung ihrer Pflichten unter der UN-Flagge ums Leben. Damit erhöht sich die Zahl jener, die ihr Leben in der Geschichte der Friedenssicherung verloren haben, auf mehr als 3.200. Wir beklagen den Tod jedes dieser couragierten Menschen. Wir trauern mit ihren Freunden und Familien und wir verpflichten uns sicherzustellen, dass ihr Beitrag für die Sache des Friedens niemals vergessen wird.


Die Friedenssicherung der Vereinten Nationen modernisiert sich, damit sie auch die zukünftigen Herausforderungen für Frieden und Sicherheit bewältigen kann. Es werden neue Technologien wie unbewaffnete, unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, Zivilisten sollen besser geschützt werden, und der Anteil der Frauen in den eigenen Reihen wird erhöht, während die Partnerschaften mit regionalen Organisationen gestärkt werden. Die Vereinten Nationen verbessern ihre Logistik und Verwaltung, stärken die Infrastruktur und unternehmen weitere Schritte, um unser Personal besser auszurüsten. Unser Ziel ist zu gewährleisten, dass die Friedenssicherung eine kosteneffiziente, wertvolle Investition ist, die enorme Vorteile bringt und, vor allem, Leben rettet.


Im Laufe des letzten Jahres hat der Sicherheitsrat zwei Friedenssicherungseinsätze geschaffen - in Mali und in der Zentralafrikanischen Republik - wiederum ein Zeichen des Vertrauens in die UN-Friedenssicherer, sich den großen Herausforderungen zu stellen. Die UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo half der Regierung, die M23-Rebellen zu besiegen, die auf die Zivilisten im Osten des Landes Jagd machten. Im Südsudan – zum ersten Mal in der Geschichte der UN-Friedenssicherung – haben unsere Peacekeeper systematisch die Tore ihrer Basen für zehntausende Zivilisten geöffnet und damit deren Leben gerettet und sie vor den Regierungs- oder Oppositionskräften geschützt. Ein historischer Durchbruch war die Ernennung einer Frau zum ersten weiblichen Force Commander einer UN-Friedenssicherungsoperation.


Am Anfang dieses Monats etablierte der Sicherheitsrat die "Captain Mbaye Diagne Medal", benannt nach einem unbewaffneten senegalesischen Friedenssicherer, der sein Leben verlor, nachdem er tausend Menschen während des Genozids von Ruanda im Jahr 1994 gerettet hatte. Diese Medaille soll UN-Mitarbeiter ehren, die außerordentliche Tapferkeit beweisen. Wir wollen alle dem selbstlosen Beispiel von Mbaye Diagne und anderen gefallenen Helden folgen und unsere Blauhelme unterstützen, eine Macht des Friedens, eine Kraft des Wandels und eine Kraft für die Zukunft zu werden.


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