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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Weltflüchtlingstag, 20. Juni 2014

BONN, 20. Juni (UNRIC) – Auf der ganzen Welt haben Konflikte eine Rekordzahl and Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Mehr als 50 Millionen durch Krieg oder Gewalt vertriebene Menschen gibt es zur Zeit, an die 33,3 Millionen in ihrem eigenen Land und etwa 16,7 Millionen als Flüchtlinge, meistens in den Nachbarländern. Allein letztes Jahr wurden mehr als zehn Millionen Menschen vertrieben; alle 15 Minuten wurde eine Familie zur Flucht gezwungen.
Der Konflikt in Syrien war einer der Hauptgründe für diesen massiven Anstieg. Eine große Anzahl an Menschen wurde aber auch in Mali entwurzelt, als Resultat erneuter Kämpfe in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan.
Gleichzeitig blieben viele lang andauernde Konflikte ungelöst, was bedeutete, dass weniger Menschen nach Hause zurückkehren konnten. Hunderttausende Menschen aus Afghanistan, Kolumbien, der Demokratischen Republik Kongo, Myanmar, Somalia und Sudan leben weiterhin im Exil, viele für einige Jahre oder Jahrzehnte, manchmal sogar Generationen.
Die meisten Flüchtlinge auf der Welt – 86 Prozent – leben in Entwicklungsländern, im Vergleich zu 70 Prozent noch vor zehn Jahren. Die meisten dieser Länder hielten ihre Tore offen für Menschen auf der Suche nach Sicherheit und zeigten eine Großzügigkeit, die oft über ihre Möglichkeiten hinaus ging. Ich appelliere an alle Mitgliedstaaten und unsere Partner in der Zivilgesellschaft, ihr Bestes zu geben, um die Länder und Gemeinschaften zu unterstützen, die die gewaltsam Vertriebenen in ihrer Mitte willkommen geheißen haben.
Diese steigenden Zahlen sind eine nachdrückliche Erinnerung an die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, ihre Teilung zu überwinden, um Konflikte zu verhüten oder zu beenden. Das Büro des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge und seine Partner stellen weiterhin lebensrettende Hilfe zur Verfügung: Wasser und Sanitäreinrichtungen, Nahrungsmittel und Unterkünfte, Ausbildung und Personenschutz. Aber eine humanitäre Antwort allein ist nicht genug. Politische Lösungen sind dringend von Nöten.
Am Weltflüchtlingstag, dem 20. Juni, ehren wir die Stärke und Ausdauer der mehr als 50 Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die vor Kriegen, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen geflüchtet sind. Wir wollen unsere Verpflichtung erneuern, bewaffnete Konflikte zu beenden und den Menschen, die zur Flucht gezwungen wurden, zu helfen. Schon eine Familie, die durch Krieg auseinander gerissen wurde, ist zuviel.


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