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Klimagipfel in New York am 23. September 2014

Berichten der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zufolge besteht kein Zweifel, dass sich das Klimasystem erwärmt. IPCC ist die internationale Organisation, die für die Bewertung der Wissenschaft über Klimawandel verantwortlich ist. Der Meeresspiegel steigt, die Mengen an Schnee und Eis schwinden und die Atmosphäre und Ozeane erwärmen sich, während die Konzentrationen an Treibhausgasen steigen. Höchstwahrscheinlich ist der menschliche Einfluss der Hauptgrund der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

Klimawandel, von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon als 'wachsende Bedrohung' beschrieben, passiert jetzt und hat bereits Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Er schadet den Volkswirtschaften, kostet uns heute schon viel und morgen werden wir noch viel mehr dafür zahlen müssen.

Warum betrifft der Klimawandel die Vereinten Nationen?

Die Bedrohung, die der Klimawandel für Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung bedeutet, hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon veranlasst, ihn zu einer seiner obersten Prioritäten zu machen. Der Klimawandel ist für die Vereinten Nationen von zentraler Bedeutung.

"Wir müssen entschlossen handeln, um die Beziehung der Menschheit zu unserem Planeten zu ändern". Ban Ki-moon

Warum geht es beim Klimagipfel am 23. September 2014?

Um die Maßnahmen bezüglich Klimwandel voranzutreiben, lädt der Generalsekretär die Führenden der Welt ein, am 23. September 2014 am Klimagipfel am UN-Hauptsitz in New York teilzunehmen. Der Gipfel dient als öffentliche Platform für die politischen Führer auf höchster Ebene - alle UN-Mitgliedstaaten sowie die Finanz- und Unternehmenssektoren, die Zivilgesellschaft und lokale Führer aus den öffentlichen und privaten Sektoren.

Der Gipfel zielt darauf ab, ambitionierte Maßnahmen auf der Erde zu katalysieren, um die Emissionen zu reduzieren und die Klimaresistenz zu stärken sowie den politischen Willen für ein ambitioniertes globales Abkommen bis 2015, das den weltweiten Temperaturanstieg auf weniger als zwei Grad Celsius beschränkt, zu mobilisieren.

Der Klimagipfel bietet für politische Führer die einzigartige Gelegenheit, ein ehrgeiziges Ziel anzustreben, das in ihren Maßnahmen fest verankert ist und die Welt auf einen optimistischeren Pfad in Richtung nachhaltige Zukunft bringt.

Vom Reden zum Handeln

Jetzt ist für die Führenden überall auf der Welt die Zeit gekommen, beim Rennen um tiefgreifende Veränderungen mitzumachen und so die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltigen Wohlstand für Alle voranzutreiben. Leistbare Lösungen ermöglichen uns, zu saubereren, widerstandsfähigeren Volkswirtschaften zu gelangen.

Aufruf des Generalsekretär zu internationaler Verpflichtung

Als Ban Ki-moon im Juni 2014 vor afrikanischen Staatschefs sprach, stellte er seine drei Erwartungen für den Klimagipfel dar. Erstens möchte er von den Regierungschefs und den Führenden in Unternehmen, dem Finanzsektor und der Zivilgesellschaft für ein ambitioniertes globales Abkommen im Jahr 2015 deutliche Unterstützung sehen:

"Wir brauchen eine Vision, wo sich Politik und Wirtschaft abstimmen und der globale Temperaturanstieg auf unter 2 Grad Celsius konsequent verringert wird."

Hunderte Milliarden Dollar werden jährlich als zusätzliche Investitionen benötigt, um die Welt auf einen Zwei-Grad-Celsius-Pfad zu bringen. Deshalb möchte der Generalsekretär Verpflichtungen von Regierungen und den wichtigsten Finanzakteuren, um die öffentlichen und privaten Finanzierungen anzukurbeln, die für die Einsatzbereitschaft des Green Climate Fund dringend nötig sind.

"Meine dritte Erwartung an den Gipfel ist, dass er hilft, multilaterale und Multi-Stakeholder-Koalitionen zu schaffen, um Initiativen in Schwerpunktbereichen zu unterstützen, die Emissionen reduzieren und die Widerstandsfähigkeit erhöhen."

Was kommt bei dem Gipfel heraus?

Von den Führungskräften in Regierungen, Unternehmen, im Finanzsektor und in der Zivilgesellschaft wird erwartet, ihre Maßnahmen für den Klimawandel beim Gipfel anzukündigen. Es wird auch Ankündigungen von etlichen Multi-Stakeholder-Initiativen geben, die Schwerpunktbereiche wie Klimafinanzierung, Energieeffizienz, erneuerbare Energie, Katastrophenvorsorge, Wälder, Landwirtschaft und Städte angehen.

Der Gipfel ist nicht Teil des zwischenstaatlichen Verhandlungsprozesses, der ein Klimaabkommen bis 2015 erreichen soll. Durch Maßnahmenförderung für den Klimaschutz ist es das Ziel des Gipfels zu zeigen, dass die Führungskräfte aus allen Sektoren und auf allen Ebenen handeln, und dabei das Erreichbare, das heute möglich ist, im Jahr 2015 und darüber hinaus erweitern sollen.

"Klimawandel respektiert keine Grenzen. Er respektiert nicht, wer du bist - ob reich oder arm, klein oder groß." UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Verhandlungen für ein neues globales Abkommen

Kernstück der internationalen Bemühungen sind das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ( United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) und sein Kyoto-Protokoll. Diese beiden Verträge repräsentieren die internationale Antwort auf die zwingenden Beweise, die von der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) gesammelt und wiederholt bestätigt wurden, dass der Klimawandel passiert und dass er hauptsächlich auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist.

Schon bei der Annahme des UNFCCC-Rahmenabkommens wußten die Regierungen, dass ihre Regelungen nicht genügen würden, um dem Klimawandel angemessen entgegentreten zu können.

Bei der jährlichen Konferenz der Vertragsparteien (COP) zu den UNFCC für ein neues globales Klimawandel-Abkommen, dass 2015 angenommen und 2020 in Kraft treten soll, laufen die Verhandlungen.

Die Konferenz der Vertragsparteien, die im Dezember 2014 in Lima (Peru) stattfindet, wird für den Verhandlungsprozess eine entscheidende Phase sein.

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