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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag gegen Menschenhandel, 30. Juni 2015

Weltweit verkaufen Kriminelle andere Menschen für Profit. Zu den Opfern von Menschenhandel gehören mehrheitlich Frauen und Mädchen, einschließlich denen, die auf erniedrigende Weise sexuell ausgebeutet werden.

Die Opfer werden oft durch falsche Versprechen von gut bezahlten Arbeitsmöglichkeiten in die Sklaverei gelockt. Auch Migranten, die auf der Flucht vor Konflikten, Armut und Verfolgung tödliche Meere und brennende Wüsten durchqueren müssen, sind in Gefahr, verschleppt zu werden. Manche finden sich allein in einem fremden Land wieder, wo man ihnen ihre Pässe abnimmt, sie in Schulden zwingt und als Arbeitskräfte ausbeutet. Kinder und junge Menschen werden ihrer Leben, Bildungschancen und Träume beraubt. Das ist ein Angriff auf ihre grundlegenden Menschenrechte und fundamentalen Freiheiten.

Kriminelle Netzwerke von Menschenhändlern florieren in Ländern, in denen die Rechtsstaatlichkeit geschwächt und die internationale Zusammenarbeit schwierig ist. Ich fordere alle Staaten dazu auf, Geldwäsche zu bekämpfen und die Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption und gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität, inklusive des Protokolls gegen den Menschenhandel, zu unterzeichnen und zu ratifizieren.

Wir müssen außerdem Schutz und Zugang zu Gerechtigkeit sowie Rechtsmitteln für diejenigen bieten, die sich in Not befinden. Ich lobe alle Geber, die es dem Freiwilligen Treuhandfonds der Vereinten Nationen für Opfer des Menschenhandels ermöglicht haben, tausende von Menschen zu unterstützen. Gleichzeitig bitte ich dringend um noch mehr Hilfe für die vielen Millionen weiteren Opfer, damit auch sie in ihren Leben weiter kommen können.

Jedes Land muss Geschlossenheit zeigen, damit diese grenzüberschreitende Bedrohung überwunden werden kann und die Opfer geschützt werden können. Gleichzeitig müssen die Täter strafrechtlich verfolgt werden.

Lassen Sie uns an diesem Welttag gegen Menschenhandel beschließen, gemeinsam im Namen der Gerechtigkeit und Würde für alle zu handeln.

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