Freitag, 24 November 2017
UNRIC logo - Deutsch
                

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, 25. November 2015

Die Gräueltaten die gegen Frauen und Mädchen in Krisengebieten begangen werden sowie häusliche Gewalt überall auf der Welt, stellen eine ernste Bedrohung dar.

Ich bin zutiefst besorgt über die Notlage in der sich Frauen und Mädchen befinden, die in bewaffneten Konflikten, unter verschiedenen Formen von Gewalt, sexueller Nötigung, sexueller Sklaverei und Menschenhandel leben. Gewaltbereite Extremisten pervertieren religiöse Lehren, um die Massenunterwerfung und den Missbrauch von Frauen zu rechtfertigen. Dies sind keine willkürlichen Gewalttaten, oder versehentliche Folgen des Krieges. Es sind vielmehr systematische Bemühungen, Frauen ihre Freiheit zu verwehren und ihre Körper zu beherrschen. Während die Welt gegen gewalttätigen Extremismus kämpft, muss der Schutz, aber auch die Ermächtigung von Frauen und Mädchen ein entscheidendes Kriterium sein.

Rund die Hälfte der zurzeit 60 Millionen gewaltsam vertriebenen Menschen sind Frauen. Viele der Geflohenen werden oft von skrupellosen Schmugglern ausgenutzt und leiden unter geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Frauen und Mädchen die zu alt, zu jung oder zu gebrechlich für die riskante Reise sind, werden zurückgelassen. Das macht die Zurückgebliebenen noch verletzlicher.

Auch in friedlichen Gebieten gibt es Gewalt gegen Frauen in Form von systematischen Frauentötungen, sexuellen Übergriffen, Frauenbeschneidung, Zwangsehen und Gewalt im Internet. Diese Taten traumatisieren die betroffenen Individuen und rütteln an den Grundfesten der Gesellschaft.

Durch die UN-weite UNiTE-Kampagne und die HeForShe-Initiative wurden auch Männer miteinbezogen, um die Gleichstellung der Frauen zu fördern. Ich appelliere an die Regierungen, ihre Beteiligung an dem UN-Treuhandfonds gegen Frauengewalt zu erhöhen, denn dieser Bereich leidet unter chronischem Finanzmangel.

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt vereinen sich unter der Farbe Orange, die eine hellere Zukunft in einer gewaltfreien Welt symbolisieren soll. Dieses Jahr werden viele Wahrzeichen in Orange erleuchten. Von den historischen Ruinen der jordanischen Felsenstadt Petra bis zu den Niagara-Fällen in Nord Amerika setzt die Farbe Orange ein Zeichen des Wandels.

Wir sind auf dem Weg zu einer Zukunft mit Würde und Gleichberechtigung für alle, in dem wir die vor kurzem verabschiedete 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung umsetzen. Die Agenda schreibt fest, wie wichtig es ist, Gewalt gegen Frauen zu stoppen und verbindet diese Aufgabe mit den anderen Zielen für nachhaltige Entwicklung.

Die weite Verbreitung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen bedeutet, dass wir alle Maßnahmen ergreifen müssen um sie zu stoppen. Lassen Sie uns gemeinsam dieses Verbrechen stoppen, Gleichstellung fördern und eine Welt gestalten, in der Frauen und Mädchen die Sicherheit bekommen, die sie verdienen. Für ihr Wohl und das der ganzen Menschheit.

* * * * *

Praktikant/-in für Bonner UNRIC-Büro gesucht

UNRIC bietet im Bonner Büro ein 8- bis 12-wöchiges Praktikum ab Mai 2018 an.
Bewerber/-innen sollten sich noch im Studium befinden, oder vor kurzem ihr Studium beendet haben und erste Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder im Journalismus besitzen.
Sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse sind Voraussetzung. Das Praktikum ist unbezahlt.
Bitte senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an:
[email protected]

UNRIC Verbindungsbüro in Deutschland, Bonn
Tel.: +49 (0)228 / 815-2773 / 2774
Fax: +49 (0)228 / 815-2777

UN Card 2016 DE 250px front