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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Internationaler Tag zur Aufklärung über die Minengefahr und zur Unterstützung von Antiminenprogrammen 4. April 2016

UNRIC – Antiminenprogramme sind entscheidend, um eine effektive humanitäre Antwort in Konflikt- oder Postkonfliktsituationen gewährleisten zu können. Dies ist die zentrale Botschaft des Internationalen Tags zur Aufklärung über die Minengefahr und zur Unterstützung von Antiminenprogrammen.

An zu vielen Orten auf der ganzen Welt hinterlassen neue oder wiederaufbrechende Konflikte Explosionsgefahr durch Landminen, Streumunition und andere explosive Stoffe. Ich sorge mich insbesondere um die Nutzung explosiver Waffen in bewohnten Gebieten.

Die Vereinten Nationen arbeiten daran, das Leid betroffener Gemeinschaften zu mildern, die in einer Umgebung mit hohen Risiken leben.

Im Südsudan sind mehr als eine halbe Millionen Menschen während der letzten zwölf Monate über die Gefahren aufgeklärt worden; 14 Millionen Quadratmeter kontaminierter Landflächen wurden bereinigt; 3.000 km Straße wurde gesichert, und 30.000 Minen und explosive Kampfmittelrückstände wurden zerstört. Dies hat die Anlieferung von Nahrung und Wasser und die sichere Fortbewegung der Flüchtenden ermöglicht.

Auch in Syrien konnten die Mitarbeiter der Antiminenprogramme einige lebensrettende Ergebnisse erzielen.

Im letzten Jahr bekamen zwei Millionen Syrer Risikoaufklärung in Schulen und Gemeinden, und mehr als 5.400 Menschen erhielten körperliche Rehabilitationsmaßnahmen. Seit August 2015 wurden 14 Tonnen nicht gezündeter Kampfmittel zerstört.

Dennoch sehen sich Millionen Syrer jeden Tag dieser tödlichen Bedrohung ausgesetzt. Es gibt einen dringenden Bedarf an verstärkter Hilfe, sowie an vollem, dauerhaftem und ungehindertem Zugang für alle Antiminenprogramme.

Antiminenprogramme sind eine Investition in die Menschheit. Sie helfen dabei, friedvolle Gesellschaften zu schaffen, in denen Bedürftige Hilfe erhalten, Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge sicher nach Hause zurückkehren können und in denen Kinder zur Schule gehen können.

Sie bieten einen sicheren Raum für Entwicklungs- und Wiederaufbaumaßnahmen und legen somit die Basis für einen nachhaltigen Frieden.

Der erste Weltgipfel für humanitäre Hilfe wird im nächsten Monat in Istanbul stattfinden. Mein dem Gipfel vorausgehender Bericht unterstreicht die nicht akzeptablen Folgen von Minen und explosiven Kampfmittelrückständen auf die Zivilbevölkerung.

Der Bericht betont zudem die Notwendigkeit für Staaten, Vertragsparteien relevanter internationaler humanitärer Instrumente zu werden, diese zu implementieren und sich daran zu halten.

Ich freue mich, dass die Generalversammlung im Dezember 2015 einstimmig für die Resolution zu Antiminenprogrammen gestimmt hat, sodass diese ganz oben auf der Agenda bleiben, insbesondere in humanitären Krisen.

Lassen Sie uns an diesem Internationalen Tag zusammenarbeiten, um dem Ziel von einer Welt ohne Gefahr durch Minen und explosive Kampfmittelrückstände näher zu kommen.

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