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UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: Erklärung zum Welt-Umwelttag 5. Juni 2016

BONN, 2. Juni (UNRIC) – Der diesjährige Welt-Umwelttag beleuchtet den illegalen Handel mit Wildtieren und das ist dringend nötig. Es gibt einen alarmierenden Grund. Elefanten werden für Elfenbein geschlachtet, Rhinozerosse für ihre Zähne und Schuppentiere für ihre Panzer. Von Meeresschildkröten über Tiger bis zu Palisanderholz sind tausende Arten von Wildtieren und Pflanzen immer stärker vom Aussterben bedroht. Involvierte Unternehmen und Einzelpersonen werden von kurzzeitigem schnellen Geld motiviert, auf Kosten des Langzeitnutzens für die Gemeinschaften und Lebensräume. In vielen Fällen agieren sie in Absprache mit Netzwerken und Gruppen des grenzüberschreitenden organisierten Verbrechens, die aktiv an der Destabilisierung von Staaten involviert sind.


Die Vereinten Nationen und ihre vielen Partner haben beschlossen, diesen illegalen Handel zu bekämpfen, indem sie in den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) klare Ziele festgelegt haben, der Wilderei ein Ende zu setzen. Die Ziele wurden vergangenes Jahr von allen 193 Mitgliedstaaten angenommen. Letzten Monat haben wir bei der zweiten Umweltversammlung der Vereinten Nationen in Nairobi die weltweite UN-Kampagne „Wild for Life“ gestartet, die vom UN-Umweltprogramm (UNEP), vom UN-Entwicklungsprogramm (UNDP), vom UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und vom Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) geleitet wird. Die Kampagne ruft alle dazu auf, sich für ein Ende des illegalen Handels mit Wildtieren zu verpflichten. Vom Einzelnen, der garantiert, dass er keine verbotenen Produkte kauft, bis zu Regierungen, die durch die Umsetzung wirksamer Maßnahmen zum Schutz der Arten und des Ökosystems eine Wende einschlagen können.

Angola, der diesjährige globale Gastgeber des Welt-Umwelttages, hat angekündigt, dass es den Verkauf von illegalen Wildtierprodukten nicht länger tolerieren will, die Gesetzgebung verschärfen sowie Grenzkontrollen verstärken wird – als Teil der Bemühungen für die Wiederherstellung der Elefanten-Population, die durch den Bürgerkrieg im Land fast ausgerottet wurde. Eine solche Handlung sendet eine klare Botschaft, dass wilde Arten von Pflanzen und Tieren ein wertvolles Gut sind, das nachhaltig vor illegalem Handel bewahrt und beschützt werden muss.

An diesem Welt-Umwelttag bitte ich dringend alle Menschen und Regierungen, die Gleichgültigkeit zu überwinden, die Gier zu bekämpfen und so zu handeln, dass unser Naturerbe zu Gunsten unserer und künftiger Generationen bewahrt wird.

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